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Remis im Kellerduell mit klarem Gewinner im Abstiegskampf: St. Pauli hadert, Koeln hofft

Remis im Kellerduell mit klarem Gewinner im Abstiegskampf: St. Pauli hadert, Koeln hofft

Die Beleuchtung des naechstgelegenen "Geister Palasts" auf dem Hamburger Fruehlingsdom war schon erloschen, aber am Millerntor spukte am spaeten Freitagabend weiter das Abstiegsgespenst. Nach dem verpassten Erfolg gegen den direkten Rivalen aus dem Tabellenkeller, den 1. FC Koeln, lagen die Spieler des FC St. Pauli erschöpft und enttaeuscht auf dem Rasen.

Während die Mannschaft aus Koeln nach diesem spannungsgeladenen Spiel unter Flutlicht dem Verbleib in der Liga ein grosses Stueck naeher gerückt war, herrschte bei St. Pauli nach dem 1:1 (0:0) vor allem Frustration. Der FC hat naemlich statt moeglicher zwei noetig weiterhin fuenf Punkte Vorsprung auf die Hamburger am Relegationsplatz. "Es ist wirklich enttaeuschend. Wir fuehrten und sie hatten kaum Gelegenheiten. Das fuehlt sich schlecht an", meinte Karol Mets, der zuvor zum tragischen Helden geworden war.

Diskussionen ueber den spaeten Elfmeter

Zuerst hatte der Verteidiger sein erstes Tor fuer St. Pauli erzielt, doch dann verursachte er den Foulelfmeter, den Luca Waldschmidt zum Ausgleich verwandelte. Eine Aktion, die seinen Trainer danach stark beunruhigte.

"Zuerst dachte ich, der Kontakt war deutlich und es handelte sich um einen klaren Elfmeter", erlaeuterte Alexander Blessin. Bei naeherer Ueberpruefung stellte er jedoch einen strafbaren Kontakt des Koehner Jakub Kaminski an Mets kurz vor dem Foul fest. Aus diesem Grund war es am Ende kein richtiger Elfmeter, urteilte Blessin und uebertrug die Kritik auf den Videoassistenten.

Der Trainer musste sich also mit einem Punkt bescheiden, der fuer St. Pauli dennoch von Wert sein koennte. "Wir muessen nach oben schauen, wir wollen natuerlich nicht diesen Relegationsplatz belegen, aber wir muessen auch nach unten blicken", warnte Blessin, der am naechsten Samstag mit seinem Team zum abstiegsgeschaedigten 1. FC Heidenheim muss.

"Wolfsburg und Heidenheim warten ungeduldig, und da hilft jeder Punkt", fuegte er hinzu. Am Samstag erzielten die Wolfsburger tatsaechlich wieder einen Sieg, 2:1 gegen Union Berlin, wodurch der Vorsprung auf St. Pauli nur noch zwei kleine Punkte betraegt.

Ache faellt bis Saisonende aus

Beim FC wollte indes niemand jammern, trotz der verpassten Entscheidung. "Dieser Punkt ist unermesslich wertvoll", betonte der zuverlaessige Torhueter Marvin Schwaebe: "Bei einem Blick auf die Tabelle haette eine Niederlage viel schlechter ausgesehen. So den Abstand zu halten, war extrem wichtig."

In den verbleibenden vier Ligapartien reicht den Koehnern ein weiterer Sieg wahrscheinlich zum Klassenverbleib. Fehlen wird allerdings der Stuermer Ragnar Ache, der aufgrund einer Muskelverletzung "vermutlich bis zum Saisonende" pausiert, wie der Verein bekanntgab. Der Interimstrainer René Wagner hat trotzdem weitere Moeglichkeiten, sich fuer seinen ersten grossen Bundesliga Vertrag zu empfehlen.

"Wir koennen die Tabelle deuten. Ich bin gluecklich, dass es so gelaufen ist", sagte Wagner bei Sky nach dem "aufregenden Match" am Millerntor, in dem er erneut ohne Niederlage blieb. Und er verliess das Spielfeld selbstbewusst in die entscheidende Phase der Saison.