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Rickens Einsatz gegen die BVB-Lässigkeit: 'Wir haben unsere eigenen Probleme'

Rickens Einsatz gegen die BVB-Lässigkeit: 'Wir haben unsere eigenen Probleme'

Lars Ricken redete sehr ruhig. Im Hintergrund tollte der Sohn von Andrej Kramaric fröhlich herum was das Gehörte vom Sportdirektor von Borussia Dortmund erschweren ließ. Trotzdem betonte der Verantwortliche nach dem wieder enttäuschenden Spiel und der 1:2 Niederlage (0:1) gegen die TSG Hoffenheim klar seine Unzufriedenheit mit den Profispielern bezüglich eines möglichen Herunterfahrens in der Bundesliga.

'Unser festes Ziel ist der zweite Platz in der Tabelle. Wir streben nach so vielen Siegen wie möglich', erklärte Ricken nach der zweiten Niederlage hintereinander und dem ersten Auswärtssieg nach zehn unbesiegten Auswärtsspielen: 'In den verbleibenden vier Begegnungen müssen wir beweisen dass wir mit voller Kraft siegen wollen. Wir möchten positiv in die Pause der Saison eintreten.'

BVB fühlt sich in falscher Sicherheit

Ähnlich wie bei der letzten Pleite gegen Bayer Leverkusen (0:1) scheint nicht jeder mit dem vollen Einsatz dabei zu sein. Aufgrund der nahezu sicheren Champions League Qualifikation mit zehn Punkten Vorsprung vor dem fünften Platz von Hoffenheim wirkt es als ob der BVB nachlässt was die Leistung in Sinsheim andeutete.

'Das war kein angenehmer Tag', gab Ricken zu und erwähnte eine 'falsche Sicherheit'. Auch wenn es 'schmerzlich' ist 'zwei Elfmeter zu verlieren haben wir unsere eigenen Anliegen', meinte der ehemalige Spieler: 'Wir sollten nicht den Schiedsrichter verantwortlich machen. Die Enttäuschung sitzt tief. Von Beginn an hätten wir mehr Initiative zeigen können.'

Vor 30150 Fans in der vollen Sinsheimer Arena entschied Kramaric für die Gastgeber. Der kroatische Held der TSG erzielte zwei Tore aus Elfmetern (42. und 90.+8) was den Hoffenheimern nach vier Spielen ohne Erfolg den Weg in den Kampf um die Königsklasse ebnete. Der späte Treffer durch den Einwechselspieler Serhou Guirassy (87.) reichte für die Schwarzgelben nicht aus.

Weiterer harter Schlag für Süle

Zumindest gewann Ricken nützliche Einsichten für die Kaderplanung der nächsten Spielzeit. 'Wir kennen unseren Kurs. Einige Beschlüsse sind bereits gefallen', sagte der 49Jährige: 'Es gibt einen festen Plan der sich in Gutem und Schlechtem bestätigt.'

Sehr negativ endete der Samstag für einen Spieler der die Westfalen verlassen wird. Die Saison von Niklas Süle dürfte vorzeitig vorbei sein. Der Abwehrspieler verletzte sich scheinbar schwer am Knie gegen seinen alten Verein. Der 30Jährige hatte zuvor schon mit zwei Kreuzbandrissen zu tun.

Süle rutschte ohne Gegeneinwirkung gegen Ende der ersten Hälfte bei einer Abwehraktion aus und verließ das Feld. Zusätzlich berührte der ExNationalspieler dessen Vertrag nicht verlängert wird den Ball mit der Hand und gab so den ersten Strafstoß für Dortmund vor.

Ab diesem Moment war es für Ricken kein guter Nachmittag mehr.