Uruguay startet nach Umbruch mit Problemen: Valverde und Co. schon unter Zugzwang
"Uruguay zeigte sich in der ersten Halbzeit nicht auf der Höhe und bezahlte dafür den Preis", schrieb El Pais in der Heimat nach dem 1:1 (0:1) in Miami. Nur eine Steigerung in der zweiten Hälfte verhinderte eine Niederlage: "Das waren eher zwei verlorene Punkte als ein gewonnener."
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Natürlich hatte das neue Uruguay für den Neustart auf der großen Bühne weit mehr angestrebt. Die Altstars Luis Suarez und Edinson Cavani (beide 39) sind Geschichte, stattdessen soll unter anderem Kapitän Federico Valverde (Real Madrid) die Mannschaft führen und das desaströse Vorrunden-Aus von 2022 vergessen machen. Doch nach dem enttäuschenden Remis wächst der Druck jetzt bereits enorm.
Bielsa wie gewohnt mürrisch
"Wir kehren frustriert zurück", sagte Valverde, der aber auch die positiven Aspekte betonte. Das Team habe sich im Spielverlauf "klar verbessert", erklärte der Mittelfeldstratege: "Alles hat sich verändert: die Einstellung, die Intensität aller Spieler. Wir haben mehr attackiert, mehr Druck ausgeübt, mehr nach vorne gespielt." Tatsächlich hatte Uruguay die erste Halbzeit völlig verschlafen und lag durch Abdulelah Al-Amri (41.) verdient zurück.
"Wir hatten Probleme", sagte Trainer Marcelo Bielsa, der in Uruguay jetzt noch kritischer betrachtet werden dürfte und zudem eine verbale Auseinandersetzung mit einem Journalisten hatte: "Wir haben kein Tempo ins Spiel gebracht, konnten so keine Fehler erzwingen und keine Unterschiede schaffen. Der Gegner hat daran geglaubt, dass er es schaffen kann, und hat es geschafft. Wenn du nicht alles gibst, kann auch das schwächere Team etwas erreichen." Es gebe aber "eine Grenze dessen, was man erklären muss", entgegnete "El Loco" auf die wiederholte Frage nach den Gründen.
Der Druck vor dem kommenden Spiel gegen Kap Verde (21. Juni) ist angesichts der Punktgleichheit aller vier Teams in Gruppe H und des abschließenden Duells mit Spanien (26. Juni) bereits immens. "Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Wir wissen, dass wir das nächste Spiel gewinnen müssen, und genau das werden wir versuchen", sagte Maxi Araujo, der spät den Ausgleich erzielt hatte (80.). Man müsse dabei einfach auftreten "wie in der zweiten Halbzeit". Und dann können die Fans vielleicht noch mehr feiern.