Frust nach Fehlstart und Lob für Defensive: Belgien unter Druck nach Remis gegen Ägypten

Frust nach Fehlstart und Lob für Defensive: Belgien unter Druck nach Remis gegen Ägypten

Der erste Durchgang gestaltete sich aus belgischer Sicht äußerst beunruhigend. Das Team agierte in den Zweikämpfen zu unachtsam und zeigte am Ball eine ungewohnte Unsauberkeit, sodass die ägyptische Mannschaft das Geschehen dominieren konnte.

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Folgerichtig erzielte Ägypten in der 18. Minute durch Emam Ashours ersten Treffer im Nationaltrikot die verdiente Führung, nachdem die belgische Abwehr kurzfristig unaufmerksam war und ihm freien Abschluss gewährte. Nationalcoach Garcia kritisierte dementsprechend den kollektiven Auftritt vor der Pause, bei dem sein Team teilweise förmlich nach Problemen suchte. "Wir hätten als Mannschaft in der ersten Halbzeit besser sein müssen", so der Trainer.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild, als spürbar mehr Leidenschaft und Aggressivität ins belgische Spiel kamen. Der Wendepunkt war die Einwechslung von Torjäger Romelu Lukaku in der 66. Minute.

Obwohl der Angreifer nach einer durchwachsenen Saison bei der SSC Neapel noch nicht für die Startelf bereit ist, genügte seine körperliche Präsenz, um die ägyptische Defensive zu verunsichern: Unter seinem Druck lenkte Verteidiger Mohamed Hany eine Flanke ins eigene Tor ab. Kurz vor Schluss verfehlte der 33-jährige Mechele per Kopf nur knapp den späten Sieg, nachdem Ägyptens Keeper Mostafa Shobeir eine Glanzparade zeigte.

Mechele hebt verbesserte Defensivleistung hervor

Trotz des verpassten Dreiers lieferte die neu formierte Abwehrreihe der Belgier ein positives Signal. Brandon Mechele bildete erst zum vierten Mal gemeinsam mit dem jungen Nathan Ngoy von OSC Lille die Innenverteidigung. Das Duo schaffte es, das ägyptische Starpaar um Mohamed Salah und Omar Marmoush nahezu vollständig aus dem Spiel zu nehmen und sie auf insgesamt nur einen einzigen Torschuss zu begrenzen.

Mechele äußerte sich zufrieden über die geschlossene Mannschaftsleistung und betonte, dass die anfängliche Turniernervosität nun abgelegt sei. "In der zweiten Halbzeit hatte die Mannschaft mehr Feuer, wir waren aggressiver und haben mit höherem Tempo gespielt."

Der Fokus der Belgier liegt nun auf dem richtungsweisenden Duell am kommenden Sonntag gegen den Iran. Da der Verband erstmals seit 2018 wieder das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft erreichen will, ist die Marschroute laut Garcia klar: Ein Sieg sei zwingend erforderlich, darüber bestehe kein Zweifel.

Ob Flügelstürmer Jérémy Doku dann von Beginn an spielen kann, bleibt abzuwarten; er wurde in der 86. Minute wegen akuter Atemprobleme ausgewechselt, um laut Trainer Garcia wertvolle Kräfte für das bevorstehende Schlüsselspiel zu schonen.