"Gemeinsam einen trinken gehen"? Kimmich eher nicht, dafür Unterstützung für Sané

"Gemeinsam einen trinken gehen"? Kimmich eher nicht, dafür Unterstützung für Sané

"Er hat eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht, vor einem Jahr kannte ihn kaum jemand. Trotz einiger Probleme bei RB Leipzig hat er eine hervorragende Saison gespielt", sagte Kimmich vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag (22.00 Uhr MESZ, ZDF und MagentaTV) in Toronto. "Er zeigte außergewöhnliche Leistungen, seine Dribblings sind ungewöhnlich, ein wenig wie früher Kingsley Coman. Ein sehr, sehr guter Spieler."

Nach dem überzeugenden 7:1 gegen Curacao zum Auftakt rechnet der Bayern-Spieler von der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) und dem dritten Gegner Ecuador mit deutlich mehr Widerstand. "Wir haben das Spiel nicht verfolgt (1:0 für die Elfenbeinküste, Anm. d. Red.) , weil wir im Flugzeug saßen. Aber beide Teams sind körperlich sehr stark", sagte Kimmich. "Ecuador verteidigt sehr stark, die Elfenbeinküste hat herausragende Angreifer. Doch wir haben die Mittel, um beiden Mannschaften zuzusetzen."

Vorbereitung auf die Elfenbeinküste startet am Mittwoch

Das Team entwickle einen guten Zusammenhalt, so Kimmich: "Wir sind auf einem guten Weg, eine Einheit zu werden." Viele Experten meinten, "früher sei man gemeinsam trinken gegangen, danach sei alles super gewesen. Daran glaube ich nicht. Das gute Gefühl entsteht auf dem Spielfeld. Aber wenn du auf dem Platz alles gibst, kannst du das noch verstärken, indem du abends mal zusammen ein stilles Wasser trinkst."

Kimmich hat unterdessen seinen Nationalmannschaftskollegen Leroy Sané energisch gegen Kritik verteidigt. "Das ist für mich unverständlich. Er hat sich enorm eingesetzt, mich auf unserer Seite nie im Stich gelassen und ist stets zurückgesprintet", sagte Kimmich am Dienstag im DFB-Camp in Winston-Salem.

Sané hatte beim 7:1 zum WM-Auftakt gegen Curacao zwei große Chancen vergeben. Ja, er habe "kein Tor erzielt, daran wird man von außen immer gemessen. Wichtig ist, dass wir das intern als Mannschaft und mit dem Trainer nicht ausschließlich daran messen", betonte Kimmich. "Es wäre natürlich toll, wenn er in jedem Spiel drei Tore schießt, aber er übernimmt auch andere Aufgaben. Das hat er sehr gut gemacht. Daher verstehe ich die Kritik nicht, insbesondere nicht nach einem 7:1."

Am Mittwoch beginnt die Nationalmannschaft nach dem spielfreien Dienstag mit der Vorbereitung auf ihr zweites WM-Spiel. Am Freitagmorgen Ortszeit wird das Abschlusstraining noch in Winston-Salem stattfinden, bevor die Mannschaft nach Kanada fliegt.