Fall Partey: Nach Visaablehnung – Ghana wendet sich an kanadischen Bundesgerichtshof
Im Juli 2025 wurde Partey in London wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Der Mittelfeldspieler des FC Villarreal weist die Vorwürfe zurück.
Ghanas Außenminister Sam Okudzeto Ablakwa bezeichnete Kanadas Entscheidung als „willkürlich und äußerst ungerecht“ und nannte Partey „einen zentralen Spieler des ghanaischen Nationalteams“. Außerdem habe Accra eine formelle Protestnote an Ottawa geschickt und eine Überprüfung der Entscheidung verlangt. Eine Antwort des kanadischen Außenministeriums steht noch aus.
USA erteilt Partey ein Visum
Vor einem Jahr wurde Partey von der britischen Staatsanwaltschaft wegen mutmaßlicher Vergewaltigung in fünf Fällen und eines sexuellen Übergriffs angeklagt; die mutmaßlichen Taten sollen zwischen 2021 und 2022 stattgefunden haben, als Partey für den Londoner Spitzenclub FC Arsenal spielte. Im Februar wurde er erneut wegen zweifacher Vergewaltigung angeklagt, woraufhin er erneut auf nicht schuldig plädierte.
Anfang Juni wurde Partey für den WM-Kader seines Landes nominiert. Am 4. Juni traf er mit seinen Teamkollegen in Washington D.C. ein. Das Trainingslager befindet sich in Rhode Island. In den beiden anderen Gruppenspielen gegen England (23. Juni) und Kroatien (27. Juni) wird er hingegen wohl eingesetzt werden können, da diese in den USA stattfinden.