"Bereit für große Taten": Marokkos Aufstieg vom Außenseiter zum Geheimfavoriten
Achraf Hakimi hat sich über die bedeutendsten europäischen Ligen zu einem der herausragendsten Außenverteidiger der Welt entwickelt. Seine Karriere führte ihn über Real Madrid, Borussia Dortmund und Inter Mailand schließlich zu Paris Saint-Germain. Mit dem französischen Serienmeister gewann der 27-Jährige vor Kurzem zum zweiten Mal hintereinander die UEFA Champions League.
Der in Madrid geborene Star von Paris Saint-Germain kannte den Fußball in Marokko lange nur durch Geschichten. Trotz der Möglichkeit, mit Spanien schnell Titel zu gewinnen, entschied sich Hakimi für das Land seiner Eltern.
Damit steht er nicht allein da. Auch Brahim Díaz von Real Madrid sowie zahlreiche andere Mitspieler wurden in Europa geboren, spielen jedoch für Marokko.
Zusammen verhalfen sie Marokko zu einem Aufstieg in neue Höhen: Vor vier Jahren zog das Team als erste afrikanische Nation in der WM-Geschichte ins Halbfinale ein. Der Erfolg von Katar sollte jedoch nur ein vorläufiger Gipfel sein.
Bereit für größere Aufgaben
"Warum sollten wir nicht noch stärker spielen als in Katar und so weit wie möglich gehen?", sagte Hakimi in einem Gespräch mit dem französischen Sportmagazin Onze Mondial. Er fügte hinzu: "Wir sind bereit, bei dieser WM Großes zu leisten."
Die Löwen vom Atlas sind nicht länger ein Außenseiter wie noch 2022. Im letzten Jahr holte das Team nachträglich den Titel im chaotischen Endspiel des Afrika-Cups.
In der FIFA-Weltrangliste ist Marokko inzwischen auf Platz sieben geklettert und liegt damit auch vor dem deutschen Team. Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada starten Hakimi und seine Kollegen als Geheimfavorit, und gleich das erste Spiel am Sonntag (0:00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) gegen Brasilien ist richtungsweisend.
Hakimi betrachtet das Duell mit dem Rekordweltmeister als eine Begegnung auf gleicher Augenhöhe. "Dank unserer Leistungen auf dem Feld und dem, was wir bei großen Turnieren bewiesen haben, ist Marokko gereift und kann mit den besten Nationen der Welt konkurrieren", erklärte der 27-Jährige. Das Weiterkommen in Gruppe C mit den weiteren Kontrahenten Schottland und dem Außenseiter Haiti sollte keine Schwierigkeit darstellen.