Nach acht Jahren Wartezeit – Julen Lopetegui steht vor seinem WM-Debüt
Unangenehme Trennung in Spanien
Der Weg zu Lopeteguis erstem WM-Einsatz als Trainer war lang. Und das Schicksal fügt es, dass es nun genau acht Jahre nach seiner demütigenden Entlassung durch den spanischen Verband direkt vor dem Beginn der WM in Russland geschieht.
Er habe keine Rechnung offen, erklärte der heute 59-Jährige im Gespräch mit der As, da ihm der Fußball "viel mehr gegeben als genommen" habe.
Viele Beobachter werden sich daran erinnern: Es war der 13. Juni 2018, als die Spanier Julen Lopetegui damals unter großem Aufsehen unehrenhaft entließen. 22 Tage nach seiner Vertragsverlängerung und zwei Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen Portugal.
Weil am Tag zuvor bekannt gegeben worden war, dass Lopetegui nach der Weltmeisterschaft über eine Ausstiegsklausel zu Real Madrid wechseln würde, machte der Verband kurzen Prozess.
Match-Center: Katar gegen Schweiz
Katar ist "sehr motiviert"
Nun also das WM-Debüt im zweiten Versuch. Im Mai 2025 hatte Lopetegui die Mannschaft Katars übernommen und sie zur ersten regulären Qualifikation geführt. Nun möchte der Wüstenstaat Geschichte schreiben, denn der erste WM-Sieg steht noch aus: Bei der Heim-WM vor vier Jahren verlor Katar – als Gastgeber direkt qualifiziert – alle drei Gruppenspiele.
"Wir freuen uns riesig, uns zum ersten Mal in der Geschichte Katars aus eigener Kraft für die Weltmeisterschaft qualifiziert zu haben", sagt Lopetegui: "Gleichzeitig sind wir sehr motiviert und wollen während des Turniers so konkurrenzfähig wie möglich sein."