WM 2026: Iran gibt Teilnahme bekannt und formuliert Anforderungen
"Wir nehmen sicher an der Weltmeisterschaft 2026 teil, doch die Organisatoren sollen unsere Anliegen ernst nehmen", teilte der Verband auf seiner Webseite mit. Darin stand ferner: "Wir werden teilnehmen, allerdings ohne Abstriche an unseren Werten, unserer Tradition und unseren Prinzipien."
Ein Grund für diese Forderungen ist ein Ereignis aus dem April, als Kanada den Präsidenten des iranischen Fußballverbands Mehdi Taj vor dem FIFA-Kongress nicht einreisen ließ. Taj wird kritisiert aufgrund seiner Nähe zu den Revolutionsgarden (IRGC), die Kanada im Jahr 2024 als Terrorgruppe klassifiziert hat.
Laut Taj hat Teheran insgesamt zehn Auflagen aufgestellt, einschließlich reibungsloser Visa-Vergabe, Achtung vor Flagge und Hymne des Landes sowie vollständige Sicherheitszusagen an Flughäfen, Hotels und auf den Strecken zu den Arenen. Der US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass iranische Fußballer herzlich willkommen seien, ließ aber Türen für Einreisebeschränkungen bei Delegationsmitgliedern mit IRGC-Verbindungen offen.
"Wichtiger diplomatischer Vorteil"
Der WM-Auftritt Irans hat auch politische Motive. "Falls wir nicht teilnehmen, opfern wir einen entscheidenden diplomatischen Gewinn", äußerte Taj in einem Gespräch, das samstags im öffentlich-rechtlichen Sender übertragen wurde. Er fuhr fort: Die Teammitglieder "reisen Ende der Woche in die Türkei und verbringen dort zehn bis fünfzehn Tage. (…) Danach organisieren wir einen Sonderflug in die USA", so Taj.
FIFA-Chef Gianni Infantino versicherte, dass Iran seine Spiele wie geplant in den USA absolviert. Die iranische Nationalmannschaft ist in Gruppe G der Gruppenphase mit Neuseeland, Belgien und Ägypten eingeteilt und tritt am 15. Juni erstmals in Los Angeles an.