Klassenerhalt auf der Rückreise: Erleichterung im Bremer "Kindergarten"

Klassenerhalt auf der Rückreise: Erleichterung im Bremer "Kindergarten"

"Wir freuen uns selbstverständlich darüber, dass wir durch die Ergebnisse der anderen Teams den Klassenerhalt rechtzeitig gesichert haben. Am liebsten hätten wir es aber heute gegen Hoffenheim eigenständig mit einem guten Ausgang erreicht, doch so akzeptieren wir es ebenfalls", erklärte Fritz und räumte ein: "Mit dieser Spielzeit sind wir keinesfalls einverstanden."

Zum Match-Center: TSG Hoffenheim vs. Werder Bremen

Ein Bundesliga-Jahr voller Nervosität, einem missglückten Experiment mit Coach Horst Steffen und der unsicheren Errettung durch Daniel Thioune hat die Bremer jetzt hinter sich. "Beim Duell gegen Borussia Dortmund im Weserstadion möchten wir einen einigenden Schlussstrich ziehen. Danach runden wir die schon gestartete Saisonbetrachtung ab", meinte Fritz. Seine eigene Position wird dabei wohl ebenfalls überprüft.

Der ehemalige Spieler, der seit zwei Jahrzehnten in verschiedenen Rollen für Werder arbeitet, geriet wegen der Abwerbungsstrategie in die Bredouille. Tatsächlich hatte der Klub unter seiner Leitung einen Patzer begangen. Fritz hatte im Januar irrtümlich geglaubt, die Quote an Leihespielern sei aufgebraucht. Ein "internes Missverständnis", wie er es später nannte; und eines, das einen schlechten Eindruck vermittelte.

Trotzdem: Laut dem Portal Deichstube soll Fritz bleiben und den früheren Meister, der 2021 abgerutscht und ein Jahr darauf wieder aufgestiegen war, festigen. Neben ihm bleibt Thioune, doch dessen Erfolgsbilanz lässt Raum für Verbesserung: In 13 Partien mit Werder sammelte er 13 Zähler. Mit aktuell 32 Punkten nutzte Bremen die Anfälligkeit der Mitkonkurrenten.

Gutes Spiel, dummes Gegentor

Auch in Sinsheim gegen den Champions-League-Hoffenden aus Hoffenheim war Werder fern davon, allein den Klassenerhalt zu erobern. Nach einer Roten Karte für Yukinari Sugawara (5.) widersetzte sich die Truppe dennoch entschlossen. "So wie wir nach der Ausweisung das Spiel durchgezogen haben, da ziehe ich den Hut", kommentierte Bremens Anführer Marco Friedl bei Sky.

Dennoch regte er sich enorm über das decisive Gegentor von Bazoumana Touré (26.) auf. Die Vorgeschichte lasse ihn "total rasend werden. Das ist Kindergarten." Bei einem raschen Eckball der TSG hatte Werders Verteidigung komplett versagt. Es half trotzdem: Vielen Dank an die Unterstützung des alten Widersachers aus München.