Wettstreit um TSG-Talent: Wie Fisnik Asllani den BVB bereichern könnte
Fisnik Asllani bringt eine körperliche Präsenz mit, die im heutigen Spitzenfußball sehr gefragt ist. Mit seinen 1,91 Metern Körpergröße hat er das klassische Profil eines Wandstürmers, der Bälle abschirmen und Räume für nachrückende Mittelfeldspieler schaffen kann.
Dass er aber weit mehr als nur ein reiner Strafraumstürmer ist, hat er in der vergangenen Bundesliga-Saison eindrucksvoll gezeigt. Asllani gilt als beidfüßig und technisch stark, was ihn auch für Kombinationen auf engem Raum oder für Ausweichbewegungen auf die Außenbahnen prädestiniert.
Ein Blick auf die Leistungsdaten der letzten Spielzeit verdeutlicht, warum die europäische Spitzenklasse um ihn buhlt. In der Bundesliga-Saison entwickelte sich Asllani zu einer der entscheidenden Figuren im Kraichgau: In 33 Partien in der Bundesliga erzielte er zehn Tore und bereitete neun weitere vor.
Diese beachtliche Ausbeute in einer der stärksten Ligen der Welt sowie die inzwischen gesammelte internationale Erfahrung – 15 Länderspiele mit vier Treffern für die Nationalmannschaft des Kosovo – haben den Marktwert des gebürtigen Berliners auf 35 Millionen Euro nach oben schnellen lassen.
Mehrwert für den BVB: Warum Asllani ideal passen würde
Borussia Dortmund sucht im Angriff nach neuen Impulsen, besonders da sich in der Gerüchteküche hartnäckig Abschiedsszenarien um den Lebensversicherer Serhou Guirassy halten. Sollte sich im Dortmunder Sturmzentrum eine Lücke auftun, wäre Asllani ein logischer Nachfolger.
Der Lockenkopf kann sowohl als alleinige Spitze in einem 4-2-3-1 agieren als auch in einem Doppelsturm auflaufen. Seine Fähigkeit, selbst Tore zu erzielen oder als Vorbereiter zu glänzen, würde dem oft statischen BVB-Angriffsspiel mehr Unberechenbarkeit verleihen.
Der BVB benötigt für die Dreifachbelastung inklusive der reformierten Champions League zwingend Qualität in der Breite. Ein Spielertyp wie Asllani teilt die physische Last im Sturmzentrum perfekt auf. Zudem steht Asllani mit 23 Jahren am Beginn seiner besten Fußballerjahre. Er passt ideal in das Dortmunder Beuteschema, hungrige Bundesliga-Profis auf das nächste Level zu heben.
Transfer-Check: Wie realistisch ist der Deal?
Obwohl Asllani bei der TSG Hoffenheim noch einen langfristigen Vertrag bis zum 30. Juni 2029 besitzt, hält er im Sommer alle Fäden in der Hand. Medienberichten zufolge verankerte seine Berateragentur ROGON bei der letzten Verlängerung eine festgeschriebene Ausstiegsklausel, die im Bereich von 30 Millionen Euro liegt. Für den BVB ist diese Summe zwar stemmbar, erfordert aber ein klares Bekenntnis zum Spieler.
Außerdem sind die Westfalen im Werben um das Talent keineswegs allein. Zuletzt berichteten mehrere Medien, dass auch RB Leipzig fest in den Transferpoker eingestiegen ist. Bereits in den vergangenen Monaten galten der FC Bayern und sogar der FC Barcelona als Interessenten.
Da Asllani dem Vernehmen nach unbedingt dauerhaft in der Champions League spielen möchte, werden das sportliche Projekt sowie die garantierte Einsatzzeit den Ausschlag geben. BVB-Sportdirektor Lars Ricken hatte entsprechende Gerüchte im Frühjahr zwar noch defensiv kommentiert, doch der Markt hat sich durch die starken Leistungen des Spielers im Saisonendspurt rasant entwickelt.