Erst Mourinho, dann Olise? Präsident Pérez will Real wieder galaktisch machen
Sollte Pérez seine Wahlversprechen umsetzen, dann gehen die Madrilenen ab Dienstag auf große Einkaufsreise und machen auch vor berühmten Namen keinen Halt. Im "besten Stadion der Welt" sollten auch "die herausragendsten Spieler der Welt" auflaufen, so Pérez nach seinem deutlichen Wahlsieg gegen Enrique Riquelme zum Klubboss.
Sein erstes Versprechen löste Pérez sofort ein, die Rückkehr von José Mourinho nach 13 Jahren steht fest. Der Portugiese, für den Real Madrid angeblich 15 Millionen Euro an Benfica Lissabon überweisen muss, sei "einer der besten Trainer der Welt, ein Madridista", sagte der bis 2030 gewählte Pérez (79), der das Amt bereits von 2000 bis 2006 innehatte.
Bekannte Namen im Wahlkampf
In seiner ersten Amtszeit formte Pérez aus Real die "Galaktischen" und verpflichtete Spieler wie Luís Figo, Zinédine Zidane, Ronaldo oder David Beckham. Vor der Wiederwahl verwendete er erneut den Begriff "Galácticos" und kündigte an, 150 Millionen in die Verpflichtung eines Topstars zu investieren. Damit sei Olise gemeint, so waren sich unter anderem der Telegraph und AS sicher.
Alles nur heiße Luft? Schließlich warf auch Gegenkandidat Riquelme im Wahlkampf wahllos große Namen in den Raum, von Erling Haaland bis Jürgen Klopp. Fest steht: Nach zwei titellosen Jahren muss Real liefern, um den ewigen Rivalen FC Barcelona mit Trainer Hansi Flick wieder vom Thron zu stoßen.
Pérez denkt jedenfalls groß. "Wir werden hart arbeiten, bis wir am Ende zum 16. Mal die Champions League gewinnen", sagte er in seiner Rede, die Arbeit am Kader beginne sofort. Namen nannte er nicht, auch nicht den von Olise.
Das muss er aber auch gar nicht, findet auch Uli Hoeneß. "Der kann fünf Augen auf Olise werfen, der kriegt ihn nicht", hatte Bayerns Ehrenpräsident erst im Mai bei Sky in Richtung von Mourinho geäußert. Nicht einmal für 200 Millionen werde Bayern den Flügelspieler abgeben. Klingt ganz so, als ob noch viel Arbeit auf Florentino Pérez wartet.