Tuchel und England weiter auf der Suche: "Ein wenig zu viel Freestyle"

Tuchel und England weiter auf der Suche: "Ein wenig zu viel Freestyle"

Bevor einer der großen Favoriten auf den Titel am 17. Juni in Dallas gegen Kroatien in die WM startet, liegt vor den "Three Lions" mit Trainer Thomas Tuchel noch einiges an Arbeit. Nach dem "Trainingsspiel" gegen den Außenseiter forderte die BBC unmissverständlich, dass England und Tuchel nun "ernst machen" müssten: "Die Experimentierphase muss hier und jetzt zu Ende gehen." Es sei Zeit, langsam "Fahrt aufzunehmen".

Zum Match-Center: England gegen Neuseeland

Noch ist Tuchel, der für seine Kaderauswahl bereits heftig kritisiert wurde, auf der Suche - nach Form und Formation. Am Mittwoch (22.00 Uhr/DAZN) bietet sich dem 52-jährigen Deutschen in Orlando gegen Costa Rica die letzte Chance, seine Startformation zu finden. Gegen Neuseeland wechselte Tuchel zur Halbzeit die gesamte Mannschaft samt Torschützen Kane aus.

Tuchel glaubt an bessere Leistungen

Dass er mit dem Auftritt seiner Stars nicht "sehr zufrieden" war, hätte Tuchel nachher nicht extra betonen müssen. Vor allem in der ersten Halbzeit "haben wir nicht nach unserem Plan gespielt". Es sei "ein bisschen zu viel Freestyle" gewesen, monierte er wie gewohnt offen. In der zweiten Halbzeit, in der unter anderem Jude Bellingham eingewechselt wurde, hätten seine Spieler "mit mehr Tempo und etwas mehr Biss gespielt".

Aber reicht das für die WM? Tuchel ist überzeugt. "Je besser der Gegner, desto besser werden wir", betonte er. Das sollte sich bewahrheiten, wenn die Engländer, die in Gruppe L noch auf Ghana und Panama treffen, ihr seit 60 Jahren andauerndes Turniertrauma beenden wollen.

Tuchel gibt sich (noch) entspannt. Nach einem Regenerationstag am Sonntag habe man "zwei Tage, um uns auf Costa Rica vorzubereiten. Einige Spieler werden dann mehr Spielzeit bekommen", kündigte er an. Zudem stehen auch die Champions-League-Finalisten Declan Rice und Bukayo Saka vom FC Arsenal, die gegen Neuseeland noch geschont wurden, wieder bereit: "Das ist gut, denn das bringt uns Energie und Qualität."

Das braucht England auch, damit nicht nur Harry Kane zufrieden ist. "Die Uhr", schrieb die BBC, "tickt herunter."