Showdown in Stuttgart, Hoffnung in Hoffenheim: Endspurt um die Königsklasse
Während die Spieler von Rayo Vallecano fröhlich in der Umkleide feierten, herrschte in Leverkusen, Stuttgart und Hoffenheim rein gar keine Feierlaune. Der erhoffte zusätzliche Platz in der Champions League für die Bundesliga ist nach dem Finaleinzug des spanischen Teams in der Conference League verloren gegangen, der harte Kampf um die Königsklasse dadurch noch spannender geworden und der Abschluss der Saison ein wahres Nervenspiel.
"Es steht eine Menge auf dem Spiel. Wir müssen zusammen alles geben. Jeder kennt die Lage", erklärte Trainer Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart vor dem entscheidenden Duell gegen den direkten Rivalen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Zwei Runden vor Saisonende weisen Bayer, der VfB und die TSG Hoffenheim jeweils 58 Punkte vor sich her, am Schluss wird sich (wahrscheinlich) nur ein Klub über den Eintritt in die profitable Champions League freuen können.
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Leverkusen in der Pole Position
Als Tabellenvierter startet Leverkusen in der vorteilhaftesten Lage. "Wir halten unser Schicksal selbst in der Hand. Das wollen wir natürlich ausnutzen", betonte Trainer Kasper Hjulmand, der mit seiner Mannschaft nach einer Saison mit Höhen und Tiefen das geplante Ziel im Visier hat. Dafür ist im anspruchsvollen "Königsklassen-Duell" beim VfB jedoch aller Voraussicht nach ein Sieg vonnöten. Die Chance, dass Platz fünf durch die europäischen Ergebnisse der deutschen Teams ausreicht, ist vergangen.
"Nichts hat sich geändert. Wir haben einen Erfolg eingefahren, aber zwei weitere sind nötig", machte Bayers Sportdirektor Simon Rolfes nach dem entscheidenden 4:1 gegen RB Leipzig in der vergangenen Woche deutlich.
Bezüglich Leipzig: Die Sachsen haben die Champions League als Dritter der Tabelle noch nicht garantiert, stehen mit 62 Punkten aber in einer starken Position und möchten ihren zweiten Matchball im Auswärtsspiel gegen den Abstiegskämpfer FC St. Pauli (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) einsetzen.
Zum Match-Center: RB Leipzig vs. FC St. Pauli
Die TSG Hoffenheim, die zuletzt und einzig 2018/19 in der Königsklasse antrat, hat mit dem Heimduell gegen Werder Bremen eine handhabbare Herausforderung vor sich.
Zum Match-Center: TSG Hoffenheim vs. Werder Bremen
Der Fokus richtet sich daher besonders nach Stuttgart. Die Schwaben holten in der Vorwoche einen Punkt bei der TSG (3:3) und streben an, an den beeindruckenden 4:1-Auswärtserfolg in Leverkusen im Januar anzuknüpfen. "Es wird entscheidend sein, wie viel du zu investieren bereit bist, vielleicht sogar über deine bisherigen Grenzen hinaus. Diese Grenzen sollten in diesem Match keine Rolle mehr spielen. Das macht den Unterschied", meinte Hoeneß.
Enges Rennen um die Champions League
Der VfB möchte nach einem Jahr Pause zurück in die Champions League, Bayer dagegen zum dritten Mal hintereinander in Europas Top-Wettbewerb für Vereine. Die Rheinländer, die am letzten Wochenende erstmals seit Januar wieder auf einen Champions-League-Platz vorrückten, spüren den größten Druck. "Wir sind noch immer die Jäger", sagte Hjulmand, der auch um seine Position ringt. Dennoch unterstrich der Däne, dass der Kampf um die Königsklasse "extrem knapp ist."
Und am Donnerstagabend wurde es nochmal fesselnder.