ÖFB peilt bei der WM sportlichen und finanziellen Erfolg an
Die bevorstehende Weltmeisterschaft, an der Österreich erstmals seit 1998 wieder teilnimmt, sichert dem ÖFB zumindest finanziell eine stabile Basis. Durch die Qualifikation für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko erhält der Verband eine garantierte FIFA-Prämie in Höhe von etwa 10,7 Millionen Euro.
Damit steht fest, dass die WM für den ÖFB kein Minusgeschäft darstellt. „Wir werden definitiv mit einem Plus abschließen“, sagte Geschäftsführer Bernhard Neuhold der APA. Eine entscheidende Rolle spielte eine kurzfristige Änderung der FIFA, die die garantierte Summe für alle teilnehmenden Verbände um zwei Millionen Dollar anhob. „Diese Zusatzzahlung begrüßen wir sehr, sie erleichtert uns, für alle Seiten vorteilhafte Lösungen zu finden“, fügte Neuhold an.
Allerdings fließt ein großer Teil der Einnahmen in Reise- und Organisationskosten sowie in Spielerprämien. Der Rest wird gemäß einem schon festgelegten Verteilungsmodell an Landesverbände und die Bundesliga weitergereicht.
Achtelfinale als finanzielles Ziel
Obwohl die FIFA für die WM 2026 ein Rekordpreisgeld von 748 Millionen Euro ausschüttet, sind die finanziellen Anreize für kleinere Verbände eher gering. Dies liegt am auf 48 Nationen vergrößerten Teilnehmerfeld.
Im Gegensatz zur UEFA, die bei den Europameisterschaften 2021 und 2024 jeweils 12,75 Millionen Euro für den Einzug ins Achtelfinale und zwei Gruppensiege zahlte, sind die Bonuszahlungen der FIFA deutlich zurückhaltender. Für einen Gruppensieg gibt es überhaupt keine Extra-Prämien.
Nur das Erreichen der K.o.-Phase wird belohnt. Der Einzug ins Sechzehntelfinale bringt lediglich eine Million Dollar mehr. Für Neuhold steht daher fest: „Um einen Mehrwert im Vergleich zur Gruppenphase zu erzielen, reicht das Sechzehntelfinale nicht aus, mindestens das Achtelfinale wäre nötig.“
Erst dort winken zusätzliche vier Millionen Dollar. Der gleiche Betrag wäre auch für den Einzug ins Viertelfinale fällig.
Sollte Österreich bei der WM für eine Sensation sorgen, steigen die Prämien deutlich. Der Weltmeister erhält insgesamt 45,56 Millionen Euro, der Finalist 30,8 Millionen Euro und der Vierte bekommt immerhin noch 25,6 Millionen Euro. Der Fokus des ÖFB liegt jedoch auf dem sportlichen Ziel, erstmals seit 1998 wieder positive WM-Schlagzeilen zu schreiben.