Iran darf nur an WM-Spieltagen in die USA reisen – Ausreise noch am selben Tag
"Wir können morgens einreisen und müssen noch am selben Tag wieder ausreisen", so der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, am vergangenen Samstag. Alle drei Vorrundenpartien des Iran finden auf US-amerikanischem Boden statt, das Teamquartier liegt nahe der Grenze in Tijuana, Mexiko.
Zuvor hatten die iranischen Fußballer ihre Einreiseerlaubnisse für die USA erhalten. Wie der staatliche iranische Fernsehsender am Samstag berichtete, wurde 15 Personen der Delegation die Visaverweigerung mitgeteilt. Genauere Angaben zu den abgelehnten Anträgen und der Identität der betroffenen Delegationsmitglieder blieben aus.
Die iranische Vertretung in der Türkei kritisierte scharf und bemängelte eine "willkürliche und diskriminierende Behandlung des iranischen Teams". Diese sei "auf das höchste Niveau gehoben" worden, hieß es in einer Erklärung. Der US-Botschafter Tom Barrack lobte die US-Botschaft in Ankara übermäßig für ihr Vorgehen in der Angelegenheit.
Etwa 5000 Kilometer Flugstrecke
Der Iran soll seine Partien gegen Neuseeland (15. Juni) und Belgien (21. Juni) im rund 230 Kilometer von Tijuana entfernten Los Angeles bestreiten. Das dritte Gruppenspiel gegen Ägypten (27. Juni) findet im über 2000 Kilometer entfernten Seattle statt. Die iranische Delegation war am Samstag nach Spanien aufgebrochen, um von dort aus weiter zum Quartier in Mexiko zu reisen. Ursprünglich war das Camp in Tucson, Arizona geplant, wurde dann aber verlegt.
Die beiden Länder befinden sich im Kriegszustand, seit die USA und Israel Ende Februar damit begannen, den Iran zu bombardieren.