Mbappé, Dembélé und Olise: Kann Frankreich mit seiner Traum-Offensive den WM-Titel gewinnen?
Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft ist auf dem Platz ein wahrer Künstler und für das Team von unschätzbarem Wert. Schon im ersten Spiel gegen Senegal soll er in der außergewöhnlich stark besetzten Angriffslinie wieder den Ton angeben. Mit Mbappé, Weltfußballer Ousmane Dembélé, Bayern-Star Michael Olise und Paris-Talent Désiré Doué besitzt die Équipe Tricolore nominell die wohl beste Offensive der gesamten Weltmeisterschaft.
"Auf dem Papier als Favorit zu gelten ist das eine, aber die einzige Wahrheit zählt auf dem Spielfeld", warnte Trainer Didier Deschamps vor dem Auftakt am Dienstag (21.00 Uhr MEZ/MagentaTV und Flashscore-Audioreportage): "Auf höchstem Niveau gibt es keine Nachsicht."
Stürmerikone Henry voller Lob
Ein großer Teil des Teams sei noch "jung" und habe beim WM-Titel 2018 und der Finalniederlage 2022 gar nicht auf dem Platz gestanden, erklärte Deschamps: "Die meisten haben noch wenig Erfahrung. Für viele ist es der erste große Wettbewerb und die erste WM." Das gilt etwa für Olise, der in der vergangenen Saison die Bundesliga und ganz Fußball-Europa mit seinen Auftritten begeisterte. Daran soll er bei der WM auf der ungewohnten Zehnerposition anknüpfen.
"Er strahlt vor Freude, ist voller Selbstbewusstsein und hat eine bemerkenswerte Ausdauer. Wir werden einen Michael auf diesem Niveau brauchen", betonte Deschamps. Der zum besten Spieler der abgelaufenen Bundesliga-Saison gekürte 24-Jährige sehe "das Spiel anders", schwärmte Stürmer-Legende Thierry Henry. Bei der Generalprobe gegen Nordirland gelang Olise sein erster Dreierpack im Nationaltrikot.
Trotzdem trägt er die Last nicht allein. Neben Mbappé gibt es schließlich auch Weltfußballer und Champions-League-Sieger Dembélé. "Wir wissen, dass Frankreich bei den letzten beiden Weltmeisterschaften jeweils im Finale stand. Daher wird viel von uns erwartet", sagte er der Marca.
Mbappé plant bereits den Jubel
Dembélé betonte aber auch: "Es gibt viele Favoriten. Das bedeutet im heutigen Fußball nicht mehr viel. Zahlreiche Mannschaften haben Titelchancen." Ein Stolperstein soll dabei nicht erneut der Senegal sein: Bereits 2002 hatte die ehemalige französische Kolonie der Équipe Tricolore mit einem sensationellen 1:0 zum Auftakt ein Bein gestellt.
Vor allem Mbappé möchte das verhindern, denn Entertainer Corden schlug ihm für den Fall eines Treffers einen "Flötenjubel" vor. "Gegen Senegal", versprach Mbappé mit schelmischem Grinsen, "werde ich das machen".