Hattrick und Torrekord – Lionel Messi führt Argentinien im 200. Länderspiel zum Sieg

Hattrick und Torrekord – Lionel Messi führt Argentinien im 200. Länderspiel zum Sieg

Messi ist der erste Fußballer, der bei sechs Weltmeisterschaften mit dabei war. Der ewige Rivale Cristiano Ronaldo aus Portugal wird am Abend wohl nachziehen. Zudem glich der 38-Jährige genau 20 Jahre nach seinem WM-Debüt und seinem ersten WM-Tor mit seinem Kunstschuss zur Führung in der 17. Minute und den weiteren Toren in der 60. und 76. Minute den WM-Torrekord von Miroslav Klose aus mit insgesamt 16 Treffern. Insgesamt kommt Messi nun auf 27 WM-Einsätze – auch das ist eine Bestmarke.

Match-Center: Argentinien gegen Algerien

1277 Tage nach dem Triumph von Katar trafen Messi und seine Mannschaft in Kansas City auf einen alten Bekannten: Der Pole Szymon Marciniak, der bei der WM 2022 das Finale gegen Frankreich nach Elfmeterschießen mit 4:2 geleitet hatte, war auch beim Auftakt der Albiceleste in den USA im Einsatz – und rückte sofort in den Mittelpunkt.

Messi, der nach auskurierten Oberschenkelproblemen in der Startelf stand, musste Marciniak einen filmreifen Einsteig verwehren. Sein früher Treffer in der 5. Minute wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Auch Eintracht Frankfurts Fares Chaibi in der 8. Minute stand bei Algeriens vermeintlicher Führung im Abseits.

Argentinien mit Kontrolle und Effizienz

Die mutige Startphase des Außenseiters beendete Messi mit einem Geniestreich. Nach starkem Zuspiel von Rodrigo de Paul, seinem Teamkollegen bei Inter Miami, traf Argentiniens Kapitän sehenswert aus der Distanz. Zinedine Zidanes Sohn Luca im Tor machte vor den Augen seines Vaters auf der Tribüne dabei allerdings keine gute Figur.

Der Favorit kontrollierte in der Folge das Geschehen, ohne dabei allzu große Gefahr auszustrahlen. Lautaro Martínez, der im Sturm den Vorzug vor Julián Álvarez erhalten hatte, war weitgehend abgemeldet. Algerien wurde erst vor der Pause wieder etwas stärker.

Nach dem Seitenwechsel blieb das immer spielfreudigere Argentinien die dominante Mannschaft – und Messi der Fixpunkt in der Offensive. Sein Steckpass setzte Martínez in der 53. Minute in Szene, der aus spitzem Winkel jedoch scheiterte. Wenig später staubte Messi gedankenschnell nach einem Weitschuss von Alexis Mac Allister ab. Zidane verhinderte Messis Dreierpack zunächst in der 66. Minute, zehn Minuten später war dieser besiegelt.