Hoeneß kritisiert Nagelsmann erneut: Neuer-Rückholaktion "nicht in Ordnung"

Hoeneß kritisiert Nagelsmann erneut: Neuer-Rückholaktion "nicht in Ordnung"

Kritisch sieht der erfahrene Bayern-Manager auch die Planung mit Joshua Kimmich. Dass der DFB-Kapitän unter Nagelsmann als Rechtsverteidiger aufläuft, findet Hoeneß unverständlich. "Joshua Kimmich gehört ins Mittelfeld. Auf gar keinen Fall nach hinten rechts, als Führungsspieler taugt er dort nicht", erklärte der 74-Jährige. Er fordert eine "Bayern-Zentrale" im Mittelfeld mit Kimmich und Teamkollege Aleksandar Pavlovic.

Der 26-köpfige Kader, den Nagelsmann am Donnerstag präsentierte, sei insgesamt "solide, aber nicht herausragend", analysierte Hoeneß, der in den vergangenen Wochen wiederholt den Bundestrainer attackiert hatte. Hoeneß bekräftigte seine Kritik, dass Nagelsmann die letzten Länderspiele nicht zum Aufbau der Mannschaft genutzt habe.

"Sachlich-fundierte Kritik"

Die DFB-Elf "könnte sehr erfolgreich sein, wenn aus diesen Individuen ein Kollektiv würde", meinte Hoeneß: "Dazu hätte man die Mannschaft mehrmals zusammen spielen lassen müssen, um sie zu formen." Dies sei keine persönliche, sondern "sachlich-fundierte Kritik", unterstrich er.

Nagelsmann, ehemaliger Trainer der Bayern, hatte zuletzt gelassen auf die Äußerungen des Münchner Funktionärs reagiert. "Ich bin wirklich selten gekränkt. Uli darf immer seine Meinung über mich äußern, ich habe großen Respekt vor seinem Lebenswerk. Und ich versuche stets, daraus zu lernen", sagte der 38-Jährige kürzlich im ZDF-Sportstudio.