Vor dem Champions-League-Finale: Barcelonas Star Pina bezeichnet Lyon als "Europas Königinnen"
Du erlebst gerade einen Höhepunkt deiner Karriere. Wie gehst du mit den Erwartungen in dieses Champions-League-Finale um? Glaubst du, von Anfang an zu spielen, oder bist du bereit, als Spielmacher in der zweiten Hälfte einzugreifen?
"Ich hoffe einfach, dass ich genau dann auf dem Feld bin, wenn das Team mich braucht. Ob von Beginn an oder später – Hauptsache, ich kann in bester Verfassung helfen."
Du hast erwähnt, dass es eine knifflige Aufgabe wird. Wo siehst du die größte Hürde, besonders da Lyons Trainer Jonatan Giráldez euer Team gut kennt? Was wird gegen diese Lyon-Mannschaft am schwersten?
"Der Schlüssel wird sein, ruhig zu bleiben, unser Spiel zu machen und uns nicht auf einen offenen Kampf einzulassen. Lyon hat starke, schnelle Spielerinnen. Wir müssen das Spiel kontrollieren, mutig angreifen und den Ball so oft wie möglich behalten."
Früher sagten Spielerinnen oft mit Respekt: "Wow, das wird hart gegen Lyon." Hat sich das durch eure Erfolge geändert? Denken die Französinnen jetzt vielleicht: "Oh nein, Barcelona!"?
"Beide Teams sind absolute Spitzenklasse. Wer im Finale steht, hat über das ganze Jahr immense Herausforderungen gemeistert. Lyon hatte eine starke Saison, wir aber auch.
Momentan sind sie noch Europas Königinnen, also ist es ein echter Test. Aber wir haben sie schon einmal in einem Finale geschlagen – das wird sicher in ihren Köpfen sein. Ich hoffe auf ein tolles Spiel für die Fans."
Pinas Rolle hat sich gewandelt
Nach dem Meistertitel betonte Pere Romeu, dass dein Wert für das Team über Tore hinausgeht. Wie wichtig ist dieses ganzheitliche Vertrauen des Trainers für dich?
"Er hat mir das Vertrauen die ganze Saison geschenkt. Ob ich traf oder nicht – ich war oft auf dem Platz. Das hat er mir auch persönlich gezeigt. Deshalb bin ich völlig entspannt und glücklich. Was auch passiert, ich werde 100 Prozent geben."
Du hast schon mehrere Finals erlebt. Wie hast du dich seit deinen Anfängen verändert, und wie gehst du heute an dieses Endspiel heran?
"Früher saß ich oft nur auf der Bank oder spielte kurz. Jetzt habe ich eine wichtigere Rolle, was mich ruhiger macht. Aber wie ich immer sage: Es geht darum, im entscheidenden Moment bereit zu sein und alles zu geben."
Gibt es ein Motto, das ihr euch vor dem Finale in der Kabine immer wieder sagt?
"Fokus auf 100 Prozent. Im Training, in der Analyse und auf dem Platz müssen wir alles geben. Nur so sind wir am großen Tag in Topform."
Ihr wirkt wie eine eingeschworene Gemeinschaft. Was ist das Geheimnis eurer Kabine, und wie wichtig ist dieser Zusammenhalt vor einem großen Spiel?
"Das Geheimnis ist die Mischung: Die Jungen bringen Leichtigkeit, die Erfahrenen den Fokus. Wir haben einen guten Flow und genießen es. Es ist egal, wer spielt – jeder freut sich für den anderen. Das ist der Schlüssel. Am Ende zählt nur das Team."
Wenn das Team dringend ein Tor braucht – was denkst du in so einem Moment?
"Für mich ändert sich nicht viel: Ich spiele einfach mein Spiel. Bälle verlangen, aggressiv sein und jeden Abschluss suchen."