Ghana-Star Partey darf wegen Vergewaltigungsvorwürfen nicht nach Kanada einreisen

Ghana-Star Partey darf wegen Vergewaltigungsvorwürfen nicht nach Kanada einreisen

"Thomas Partey kann nicht vom ghanaischen Team-Basislager in Boston in die USA nach Kanada reisen, um am Mittwoch, dem 17. Juni, das erste Spiel gegen Panama zu bestreiten, da sein Visumantrag von der kanadischen Regierung abgelehnt wurde", bestätigte der Fußball-Weltverband. Die FIFA sei nicht in die Einreiseverfahren der Gastgeberländer eingebunden.

Partey wurde vor rund einem Jahr von der britischen Staatsanwaltschaft wegen fünffacher mutmaßlicher Vergewaltigung und eines sexuellen Übergriffs angeklagt. Die mutmaßlichen Straftaten sollen sich zwischen 2021 und 2022 ereignet haben. Im Februar folgte eine weitere Anklage wegen zweifacher Vergewaltigung, woraufhin er abermals auf nicht schuldig plädierte.

Spiele in den USA voraussichtlich unproblematisch

Auf der Internetseite der kanadischen Regierung heißt es: "Wenn Sie eine Straftat begangen haben oder verurteilt wurden, kann Ihnen die Einreise nach Kanada verweigert werden." Partey ist zwar angeklagt, jedoch wurde noch kein Urteil gefällt. Der Richter hat den Verhandlungstermin zuletzt auf den 2. November 2026 festgelegt.

Anfang Juni wurde Partey in den WM-Kader seines Landes berufen. Am 4. Juni kam er mit der Mannschaft in Washington D.C. an. Am Freitag reiste das Team weiter ins Trainingslager nach Rhode Island. Bei den beiden anderen Gruppenspielen gegen England (23. Juni) und Kroatien (27. Juni), die in den USA stattfinden, wird er hingegen wohl spielen können.

Bevor er 2020 zum FC Arsenal wechselte, begann Partey seine Profikarriere in Spanien bei Atlético Madrid. Seit 2025 spielt der defensive Mittelfeldspieler für Villarreal.