Dortmunder Saison bekommt Dellen: "Super ärgerlich und frustrierend"

Dortmunder Saison bekommt Dellen: "Super ärgerlich und frustrierend"

Am Abschluss einer Saison, in der der BVB über weite Strecken punktete wie in den erfolgreichen Jürgen-Klopp-Jahren, klappt es bei Dortmund einfach nicht mehr. Die Niederlage, die durch das späte Tor von Haris Tabakovic in der 88. Minute besiegelt wurde, war "super ärgerlich" und "super frustrierend". An den Reaktionen und Worten der Spieler und Verantwortlichen am Sonntagabend in Mönchengladbach war nicht zu spüren, dass Dortmund fest auf dem zweiten Tabellenplatz steht.

Zum Match-Center: Borussia Mönchengladbach vs. Borussia Dortmund

Auf die Frage, ob einige Teamkollegen vielleicht schon an die nächste Saison denken, eventuell sogar bei einem anderen Team, konnte Kobel keine Antwort geben. "Ich kann nicht in die Köpfe der anderen gucken", erklärte er: "Da müsste ich spekulieren, das weiß ich nicht."

Book kritisiert zu wenige "offensive Momente"

Klar erkennbar ist der Leistungsabfall beim BVB. In der Bundesliga ist der FC Bayern unerreichbar, die Möglichkeiten im DFB-Pokal und der Champions League waren bereits vorzeitig vertan. Drei der letzten vier Bundesligaspiele endeten mit Niederlagen, und eine Kampagne, die unter Coach Niko Kovac sehr positiv verlief, erleidet zunehmend Kratzer.

Den Gladbachern, die fest entschlossen ihren Abstiegskampf angehen wollten, hatte der BVB nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Der neue Sportdirektor Ole Book bezeichnete die Vorstellung als "auf jeden Fall ernüchternd", die Elf habe "sehr, sehr wenig offensive Momente" geschaffen. Deshalb könne er der Ansicht, dass der BVB im Endspurt nicht genug Kampfgeist zeige, "nicht zu 100 Prozent widersprechen". Tatsächlich "es ist schon so, dass wir uns deutlich mehr erhofft hatten", meinte Book. Allerdings: "Man muss immer wieder bedenken, wie viele Punkte diese Mannschaft eingefahren hat."

67 Punkte nach 32 Partien sind beeindruckend. Dennoch gehört zur Realität, dass wirklich überzeugende Leistungen in dieser Saison selten vorkamen. Und dass der finale Eindruck oft die Bewertung einer ganzen Saison bestimmt, ist Book bewusst.

Deshalb richtet sich der Fokus schon jetzt auf das letzte Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen Eintracht Frankfurt. Dort werde der BVB "gewinnen", dessen "bin ich überzeugt", sagte der Nachfolger von Sebastian Kehl. Für ein positives Abschlussgefühl müsse der BVB das Gladbach-Match "abhaken. Es ist enttäuschend, aber auch nichts, worüber wir alles in Frage stellen müssen."