Arsenal zielt auf erstes Champions-League-Finale nach 20 Jahren ab

Arsenal zielt auf erstes Champions-League-Finale nach 20 Jahren ab

"Wir befinden uns in einer fantastischen Lage – im Viertelfinale der Champions League. Wir spielen zu Hause vor unseren Anhängern, es liegt an uns", meinte Trainer Mikel Arteta nach dem 1:1 im ersten Spiel. Arsenal führt mit zehn Erfolgen und drei Remis als einziges Team ohne Niederlage im Turnier. Eine Bilanz, die Antoine Griezmann besonders gern unterbrechen möchte.

Zum Spielbericht: FC Arsenal gegen Atlético Madrid

Der Topspieler von Atlético Madrid verfolgt ein höchst privates Vorhaben: Mit dem Eintritt ins Finale möchte er "eine tiefe Narbe schließen". 2016 erreichte der Franzose bereits das Finale – und scheiterte mit Atlético im Penaltyschießen gegen Erzrivalen Real Madrid. Griezmann verfehlte in der regulären Zeit einen Elfmeter.

"Daran denke ich nicht täglich", betonte der 35-Jährige. Aber sobald er mit Freunden oder Mitspielern über die Champions League spricht, "kommt dieser Augenblick hoch". Der Finaleinzug sei daher "der alleinige Pfad, um diese Enttäuschung endgültig zu verarbeiten". Und es ist auch der letzte Chance, da Griezmann im Sommer in die USA zu Orlando City in der MLS wechselt.

Unklarheit um Havertz

Bevor es jedoch um Revanche geht, steht eine enorme Herausforderung an. Arsenal überzeugt besonders in der Abwehr, blieb in der Königsklasse bisher in acht Partien ohne Gegentor und kassierte nur sechs Tore. Zudem gewannen die Gunners kürzlich 3:0 gegen FC Fulham, was ihr Selbstbewusstsein stärkt, und sie steuern in der Premier League drei Runden vor Ende auf die Meisterschaft zu.

Allerdings gibt es derzeit einen kleinen Nachteil: Die Verletzung von Kai Havertz. Im Auswärtsspiel bei Atlético und auch gegen Fulham pausierte der Nationalspieler aufgrund einer Muskelverletzung. "Wir hoffen, dass er gegen Atlético fit ist. Er gibt alles, um es zu schaffen", erklärte Arteta.

Denn ähnlich wie Griezmann hat auch Arsenal noch etwas in der Champions League gutzumachen. Beide teilen den Drang, vergangene Schmerzen zu heilen. Die Engländer scheiterten in ihrem letzten Finalteilnahme, 2006 verlor Arsenal nach einer frühen Roten Karte für Keeper Jens Lehmann und zwei späten Treffern 1:2 gegen FC Barcelona. Der deutsche Torwart konnte sich kurz darauf mit dem "Sommermärchen" auf der EM trösten.