"Der Traum geht weiter": Kolumbiens Bollwerk bereit für Großes – Schweiz wartet
"Fußball ist ein Teamsport, es geht um das Ganze", erklärte Trainer Nestor Lorenzo: "Unser Kader hat von Anfang an daran gearbeitet, dass wir als Kollektiv funktionieren und trotzdem unsere individuellen Stärken nutzen. Fußball ist ein wunderschönes Spiel. Aber um das zu spüren, musst du es als Team spielen." Dies tun die Südamerikaner derzeit fast in Perfektion, nach der starken Vorrunde mit Platz eins vor Portugal entwickeln sie sich langsam zum Geheimfavoriten.
Zum Match-Center: Kolumbien vs. Ghana
"Wir kriegen immer mehr Vertrauen mit dem Team. Der wahre Star ist das gesamte Team", betonte Díaz: "Wir bleiben mit den Füßen auf dem Boden und müssen für die nächste Etappe arbeiten." Am Dienstag (22.00 Uhr MESZ/Flashscore-Audioreportage) geht es im Achtelfinale in Vancouver gegen die Schweiz. Dann will auch der Bayern-Star wieder als Torschütze glänzen, trotz des Weiterkommens und der Auszeichnung zum Spieler des Spiels war er am Freitagabend nicht vollends glücklich.
Trainer Lorenzo: Diaz wird sich "das Tor öffnen"
"Es wäre noch besser gewesen, wenn ich ein Tor geschossen hätte. Das wollte ich unbedingt", haderte der 29-Jährige. Zuvor hatte er eine Reihe guter Gelegenheiten ausgelassen, dazu wurde sein Treffer in der 56. Minute wegen Abseits nicht gegeben. Seit dem perfekten Start mit Tor und Vorlage im ersten Turnierspiel gegen Usbekistan (3:1) ging Díaz die Effektivität verloren. "Er lebt von Toren, das ist ganz normal", sagte Lorenzo.
Doch er sei sich sicher, so der Coach weiter, "irgendwann" werde "sich ihm das Tor öffnen, das ist klar - und dann wird er nicht mehr zu stoppen sein". Bislang kann die Mannschaft die Flaute des Stars auffangen. In vier Spielen gab es erst einen Gegentreffer, gegen Ghana ließen die "Cafeteros" keinen einzigen Schuss auf ihr Tor zu. "Ich mochte sehr, wie wir verteidigt haben", betonte Lorenzo. Er habe ein "tolles Umschalten" und "gute Arbeit von allen" gesehen.
"Der Traum geht weiter", titelte das Online-Portal As Colombia. Jhon Arias ist jedenfalls noch längst nicht satt. Er "habe Lust auf mehr", sagte der Siegtorschütze (14.), "auf weitere Nächte wie diese und darauf, weiterhin Geschichte zu schreiben".