AUSSCHLIESSLICH: Mendieta stuft Spanien als ebenbürtig zu den Champions von 2010 ein
Nur noch vier Wochen bis zum Auftaktmatch der WM 2026 in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada, und Spanien gilt unbestritten als einer der stärksten Kandidaten für den zweiten Weltmeistertitel in der Geschichte des Verbands. Das hat Gründe: Trainer Luis de la Fuente kann auf Stars wie Rodri (der noch an seiner Bestform arbeitet), Pedri, Nico Williams und Lamine Yamal zurückgreifen und das Maximum herausholen.
Um den aktuellen Zustand der spanischen Auswahl zu beleuchten, sprach Flashscore mit Gaizka Mendieta am Rande des ersten offiziellen Rushbet-Events in Peru, wo er als LaLiga-Botschafter vor Ort war. Hier teilt der Ex-Mittelfeldspieler, der für Castellón, Valencia, Barcelona, Lazio Rom, Middlesbrough und die spanische Nationalmannschaft spielte, seine einzigartigen Einschätzungen.
Wie schätzen Sie den derzeitigen Stand der spanischen Nationalelf ein?
Es gibt noch einige Unsicherheiten, aber wir werden ein siegreiches Team sehen. In der Nations League hat die Mannschaft schon gezeigt, dass sie die Siegermentalität hat. Nun hoffen wir, dass die Spieler in Höchstform eintreffen und ihr ganzes Können auf dem Feld zeigen.
Welche Rolle spielt Luis de la Fuente in der Mannschaft?
Er hat neuen Schwung in eine ohnehin erfolgreiche Gruppe gebracht. Auf menschlicher Ebene leistet er Spitzenarbeit: Er hat eine tolle Teamharmonie aufgebaut und gibt den jungen Talenten die ideale Plattform, ihr Potenzial voll auszuschöpfen.
Rückblicke auf das Weltmeisterteam von 2010
Die Fortschritte von Spielern wie Lamine, Nico Williams, Fermín, Pedri oder Pau Cubarsí sind beeindruckend, sie übernehmen in ihren Vereinen Führungsrollen und wachsen durch die solide Struktur der Nationalmannschaft weiter.
Lässt sich diese Elf mit dem ikonischen Weltmeisterteam von 2010 vergleichen?
Was das pure Talent betrifft, ja definitiv. Allerdings ist das System anders. In Spanien haben wir den Vorteil, dass unsere Clubs ständig Weltklasse-Talente produzieren. Das schafft für Nationaltrainer und Auswahl Luxus bei der Spielerauswahl.
Wie sehen Sie Rodris Lage, der bei Manchester City kürzlich nicht voll einsatzfähig war?
Er kommt von einer schweren Knieverletzung (Kreuzbandriss im rechten Knie), die ihn aus dem Takt gebracht hat, der Kontinuität fehlt, die wir ihm alle wünschen. Es wird spannend, in welcher Form er zum Turnier kommt. Fit ist er der zentrale Pfeiler und unbestrittener Leader des Teams.
Oyarzabal als Spaniens Trumpf im Verborgenen?
Welcher Nachwuchsspieler außer Lamine Yamal fällt Ihnen besonders positiv auf?
Pedri ist ein echter Spielveränderer. Sobald er auf dem Rasen ist, wandelt sich das spanische Spiel grundlegend. Er diktiert das Tempo, das der moderne Fußball braucht. Es dreht sich nicht nur um ständige Hektik oder bloße Schnelligkeit, man benötigt auch diese 'Ruhephasen', um das Spiel zu kontrollieren. Pedri meistert das meisterhaft.
Wer könnte Spaniens Überraschungspaket bei der WM werden?
Mikel Oyarzabal. Weil er bei Real Sociedad spielt, ist er international vielleicht nicht so im Fokus wie Lamine Yamal oder Pedri. Er hat noch nicht diesen globalen Hype, aber er hat alles, um bei der WM für Aufsehen zu sorgen.
Verliert die WM durch die Erweiterung auf 48 Teams an Prestige?
Die FIFA wollte mit der Änderung mehr Ländern den Zugang zur großen Bühne ermöglichen, und das hat der neue Format genau erreicht.
Welche Teams sehen Sie als Top-Kandidaten für den WM-Sieg?
Zuerst Frankreich, angesichts ihrer Beständigkeit und Qualität in den vergangenen Jahren. Argentinien zählt dazu, solange Leo Messi mitmischt. Brasilien gehört ebenfalls dazu. Und Spanien muss sich vor diesen Nationen keinesfalls scheuen.