Abschied von Golf und Eishockey: Norwegens Star Haaland verwirklicht endlich seinen WM-Traum
„Es wird sich ein wenig anfühlen, als würde ein Traum wahr werden“, sagt der 25-Jährige vor seinem Debüt bei der Weltmeisterschaft, und fügt hinzu: „Ich werde langsam etwas ungeduldig.“ Zum Glück beginnt in der Nacht auf Mittwoch (0.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Foxborough gegen den Irak endlich das Spiel, und die Norweger betreten erstmals seit 1998 wieder die WM-Bühne.
Zum Match-Center: Irak gegen Norwegen
„Ich bin sehr glücklich für die Kinder in Norwegen, dass sie das jetzt miterleben können“, sagt Haaland über das Comeback. Bei der letzten Teilnahme war er selbst noch nicht geboren. Den Weg zur großen Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada ebnete die Tormaschine mit den langen blonden Haaren und dem muskulösen Körper, die quasi das Klischee des „Wikinger“-Prototyps verkörpert, persönlich.
Solbakken sieht Haaland bereit
Mit 16 Toren in acht Spielen schoss sich Haaland durch die Qualifikation. Seine starke Form verlor er auch im Trikot von ManCity nicht: Zum dritten Mal in seinen bisher vier Spielzeiten in England wurde er mit 27 Treffern Torschützenkönig der Premier League.
Auf seinen breiten Schultern ruhen nun die Hoffnungen einer ganzen Nation, und wenn man Stale Solbakken glaubt, ist Haaland bis in die Haarspitzen motiviert. „Er hatte gestern sein mit Abstand bestes Training“, sagte der Nationaltrainer und schwärmte von einem Gala-Treffer bei der letzten Einheit am Sonntag: „Das wäre das Tor des Jahres bei einer WM geworden. Volley aus 20 Metern.“ Hätte der Schuss Torhüter Egil Selvik getroffen, scherzte der frühere Köln-Trainer, „wäre er tot gewesen, aber zum Glück ging er ins Eck.“
Genau diese gefürchtete Mischung aus Physis und Präzision soll der Landslaget um Kapitän und Spielmacher Martin Ödegaard die nötige Wucht verleihen, um die anspruchsvolle Gruppe I aufzumischen. Ein Auftaktsieg wäre Gold wert, zumal nach dem Spiel gegen den Senegal der Kracher gegen Vizeweltmeister Frankreich wartet.
Erling Haaland, mit 55 Treffern bereits Rekordtorschütze seines Landes, fühlt sich jedenfalls längst bereit. Seine Erwartung vor dem Schritt auf die – wie er selbst sagt – „größte aller Bühnen“? „Es wird fantastisch werden.“