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Fortuna steht vor dem Abgrund und hofft auf Teamgeist

Fortuna steht vor dem Abgrund und hofft auf Teamgeist

Am Freitag tritt der regionale Fußballverein zu seinem nächsten entscheidenden Spiel an, der drohende Abstieg in die dritte Division könnte ernste Auswirkungen auf die Zukunft des traditionsreichen Clubs haben.

Zum Spielzentrum: Fortuna Düsseldorf gegen Dynamo Dresden

"In manchen Momenten entstehen Helden", erklärt Alexander Ende vor dem Duell mit Dynamo Dresden (18.30 Uhr/Sky), wo nun dringend Retter benötigt werden. Ende ist erst seit etwa zwei Wochen im Amt, bereits der dritte Trainer in dieser Spielzeit. Das zeugt von dem dramatischen Rückschlag des Teams, das eigentlich die zweite Liga mit besserer Platzierung verlassen wollte.

Die Lage ist jedoch eine andere: Nach fünf Niederlagen hintereinander rutschte Fortuna auf Platz 17 ab. Die Punktabstände bleiben eng, Endes Mannschaft hat 31 Punkte, genauso wie Eintracht Braunschweig auf Position 16. Arminia Bielefeld (32), Greuther Fürth und der 1. FC Magdeburg (je 33) sind ebenfalls in Reichweite. Im besten Fall reicht ein Sieg für den Sprung auf Platz 13.

Ein derartiger Erfolg war jedoch zuletzt Anfang März gelungen, und die kommenden Partien werden anspruchsvoller. Neben den Begegnungen mit direkten Rivalen wie Dresden und Greuther Fürth warten auch Matches gegen Aufstiegsaspiranten Schalke 04 und SV Elversberg. Dynamo hat den Abstiegskampf vorerst gemeistert und die Gefahrzone als viertbester Rückrundenteilnehmer hinter sich gelassen.

Verletzungsglück und ein "misslungener Transfersommer"

Darüber hinaus hat Fortuna zahlreiche interne Probleme. Sechs mögliche Stammspieler sind derzeit verletzt, darunter Schlüsselkräfte wie Florent Muslija und Satoshi Tanaka. Das anhaltende Verletzungspech durchzieht die Saison und trägt sicherlich zum Niedergang bei.

Die Wurzeln der Probleme liegen auch im letzten Sommer, meint eine damalige Verantwortliche: Klaus Allofs erkennt "selbstverständlich" seinen Beitrag zu, gestand er bei Welt TV: "Wir hatten einen äußerst missglückten Transfersommer."

Der personelle Wechsel brachte keine Verbesserung, viele Neuzugänge blieben unter Erwartungen. Die Lage ist nun alarmierend, "man sollte das Schlimmste erwarten", warnt Allofs, der als Sportvorstand im Winter mit Sportdirektor Christian Weber ausschied.

Noch gravierender könnte ein weiteres Vermächtnis aus Allofs Zeiten sein: Laut Bericht der Bild haben nur sieben Profis einen gültigen Vertrag für die dritte Liga. Bei einem Abstieg könnte der Club ohne Kader und ohne nennenswerte Transfergewinne dastehen.

Während freie Profis relativ leicht zu ersetzen sind, drohen auch anderen Teilen des Personals Konsequenzen. Wie die Rheinische Post erfuhr, müsste der Verein im Falle des Abstiegs die Hälfte der Belegschaft entlassen. Das betrifft alle Bereiche.

"Wir sind uns bewusst, dass es um Jobs geht", betont Fortuna-Spieler Emmanuel Iyoha: "Es ist uns klar, dass wir momentan für viele andere eintreten." In Düsseldorf will man nun enger zusammenstehen.