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Copa Libertadores: Spielabbruch durch schwere Ausschreitungen in Medellín

Copa Libertadores: Spielabbruch durch schwere Ausschreitungen in Medellín

Es scheint wahrscheinlich, dass das Endergebnis wie so oft im südamerikanischen Fußball am Schreibtisch geklärt wird. Ein ähnlicher Fall geschah letztes Jahr im Duell zwischen Colo-Colo und Fortaleza. Dort erhielt das brasilianische Team die Punkte, und der chilenische Verein wurde von der Conmebol streng bestraft.

Zum Match-Center: Independiente Medellin vs. Flamengo RJ

Entsprechend könnte Flamengo den Triumph zugesprochen erhalten. Für Independiente Medellín drohen hingegen hohe Bußgelder, organisatorische Strafen oder im Extremfall der Ausschluss aus der aktuellen Saison. Geisterspiele kommen ebenfalls infrage. Der Klub muss sich nach den Artikeln 16 und 24 des Conmebol-Disziplinarreglements rechtfertigen, die ein Team für die vollständige Unterbrechung oder den Abbruch eines Matches verantwortlich machen.

Polizeiwarnungen wurden missachtet

Die Eskalation war nicht überraschend. Bereits vor Spielbeginn herrschte eine höchst angespannte Stimmung. Die lokalen Behörden hatten dringend geraten, das Spiel ohne Zuschauer durchzuführen. Die Leitung von Independiente Medellín lehnte das jedoch ab und berief sich auf finanzielle und logistische Gründe. Diese Wahl führte letztendlich zum Abbruch.

Die Unruhen entzündeten sich vor allem in den Fanblöcken hinter dem Tor des Flamengo-Torhüters Rossi. Der kolumbianische Klub steckt in einer schweren inneren Krise. Die Frustration der Anhänger gegenüber der Vereinsführung hat sich in den vergangenen Tagen stark gesteigert. Bei den Tumulten versuchten einige Zuschauer, auf den Rasen zu gelangen. Die Demonstrationen richteten sich nicht nur gegen die eigene Leitung, sondern auch gegen Conmebol und FIFA. Auch nach dem Verlassen des Platzes durch die Teams warfen Hardcore-Fans weiterhin Sitzpolster und andere Objekte auf die Polizisten.

Jorginho äußert sich in den sozialen Medien

Erst als die Polizei den Bereich der organisierten Fans gewaltsam räumte, wurde die Spielabsage offiziell bestätigt. Auch außerhalb des Stadions blieb die Situation angespannt. Es gab Explosionen und intensive Konflikte zwischen Supportern und Sicherheitsleuten. Der Mittelfeldspieler Jorginho teilte noch aus den Umkleiden ein Foto seiner Mitspieler in den sozialen Medien und beruhigte die Fans: "Uns geht es gut, wir warten ab."

Trotz der Absage blieb die Flamengo-Truppe zunächst im Stadion, bis genügend Schutz für die Abreise gewährleistet war. Auch den Zuschauern wurde empfohlen, vorerst zu bleiben. Sportdirektor José Boto forderte im Netz klar die drei Punkte für seine Mannschaft.

Gegen Mitternacht erreichte die Delegation schließlich das Hotel. Der Rest des Programms bleibt unverändert. Nach dem Mahl fährt das Team direkt nach Porto Alegre weiter. Dort spielt der Rubro-Negro am Sonntag um 19:30 Uhr am 15. Spieltag der brasilianischen Meisterschaft gegen Grêmio Porto Alegre.