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"Schwere Menschenrechtskrise": Amnesty International mahnt vor Unterdrückung bei der WM

"Schwere Menschenrechtskrise": Amnesty International mahnt vor Unterdrückung bei der WM

Das Versprechen der FIFA, ein Event zu schaffen, in dem alle sich "sicher, einbezogen und frei in der Ausübung ihrer Rechte fühlen", widerspricht nach Ansicht von Amnesty stark den realen Bedingungen in den drei Ausrichtern. "FIFA und die involvierten Staaten sollten umgehend wirksame Schutzinstrumente umsetzen, um die Menschenrechte und nicht die enormen Profite in den Vordergrund zu rücken", verlangte Amnesty. Die FIFA rechnet für das Turnier mit Einnahmen von 11 Milliarden US-Dollar.

Am schärfsten bewertet die Organisation die Lage in den USA, wo 78 von 104 Spielen stattfinden sollen. Dort herrscht ein "echter Notstand in Bezug auf Menschenrechte". Vor allem die Festnahmen und Deportationen durch die Einwanderungsbehörde ICE werden angeprangert.

WM 2026 mit "größerer Unterdrückung als Sport"?

Auch in Mexiko haben sich die Gefahren verschärft. Nach den Gewaltvorfällen rund um die Tötung des Kartellführers Nemesio Oseguera Cervantes plant die Regierung, für die 13 WM-Partien in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey insgesamt 100.000 Polizisten, Militärs und Mitarbeiter privater Wachdienste zu mobilisieren. In Kanada sorgt Amnesty sich um die Vertreibung von Wohnungslosen.

"Die WM 2026 könnte mehr Unterdrückung als Fußball bringen. Wer demonstriert oder Kritik übt, hat bei der Weltmeisterschaft mit Repressalien zu rechnen. Wenn die Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE, die zahlreichen Verhaftungen und Einreisesperren anhalten, wird dieses Event zum Zeichen für staatliche Abschreckung", erklärte Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty Deutschland.

Das Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika startet am 11. Juni im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, das Endspiel ist am 19. Juli im MetLife-Stadium in New Jersey vorgesehen.