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Ballacks Abschied vom DFB: Späte Vorwürfe gegen Löw und Lahm

Ballacks Abschied vom DFB: Späte Vorwürfe gegen Löw und Lahm
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Der plötzliche und unerwünschte Abschied von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Jahr 2010 hat bei Michael Ballack tiefe Spuren hinterlassen. Besonders der Umgang mit ihm durch den damaligen Bundestrainer Joachim Löw und seinen Nachfolger als Kapitän Philipp Lahm hat den heutigen Fernseh-Experten tief getroffen, wie er sechzehn Jahre später in der Sky-Sendung "Meine Geschichte das Leben von" eingestand.

"Die Angelegenheit war für mich nicht in Ordnung", meinte Ballack: "Von Jogi Löw hätte ich mir eine direktere Kommunikation erhofft, wir hätten sicherlich eine Einigung erzielt." Aufgrund seiner Verdienste in den vergangenen zehn Jahren hätte es geheißen, "dass man mir das persönlich mitteilt", erläuterte Ballack, "ehrlich und direkt". Er hatte das "vorgesehen", weil sie zuvor ein "ausgezeichnetes Verhältnis" gepflegt hatten.

Ballack war als DFB-Kapitän kurz vor der Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 an einem Sprunggelenk verletzt worden und musste daher das Turnier auslassen. Der 98-fache Nationalspieler fand danach keinen Weg mehr zurück ins Team. In Südafrika übernahm Philipp Lahm das Kapitänsamt und äußerte während der WM, dass er es nicht mehr hergeben wolle.

"Solche Prinzipien teile ich nicht", betonte Ballack. Es handelte sich jedoch "nicht um eine Solosache" von Lahm, Löw habe es "zugelassen bewusst". Der Bundestrainer habe ihm "überhaupt keine Möglichkeit gegeben, zurückzukehren."

Nach Ballacks Angaben hat bislang kein klärendes Gespräch stattgefunden. "Für mich war das zu jener Zeit enttäuschend für einen Sportler mit solchen Erwartungen", sagte Ballack, er sei jedoch "nicht rachsüchtig" und bei Begegnungen mit Löw werde es "nicht angesprochen".