Zehnter Titel der Vereinsgeschichte: Cruz Azul krönt sich zum Meister in Mexiko
Für Fans gibt es nichts Schöneres, als wenn ihr Team auf dem Feld genau den Emotionssturm wiederspiegelt, den sie selbst empfinden. Genau das ist Cruz Azul in der Clausura 2026 gelungen. Unter Führung des überragenden Carlos Rotondi sicherte sich der Klub im Final-Rückspiel gegen Pumas den zehnten Meistertitel seiner Historie.
Zum Spielbericht: UNAM Pumas gegen Cruz Azul
Die Mannschaft von Trainer Joel Huiqui stellte sich einem hochmotivierten Pumas-Team, das von seinen euphorischen Anhängern im Estadio Universitario lautstark unterstützt wurde. Die Gastgeber träumten vom achten Titel und wollten eine 15-jährige Durststrecke in der Liga MX beenden. Doch Cruz Azul erwies sich als mentale Stärke und drehte das Spiel innerhalb einer halben Stunde.
Ein frühes Tor war für Cruz Azul entscheidend, um den Enthusiasmus der Heimfans zu dämpfen. Wie bereits im Hinspiel setzten sie Pumas unter Druck. Doch wieder einmal stellte sich Keylor Navas als uneinnehmbare Mauer in den Weg – der Torhüter hatte im ersten Aufeinandertreffen maßgeblich zum torlosen Remis beigetragen.
Pumas-Trainer Juárez ließ sich davon nicht beirren. Mit seiner Erfahrung aus wichtigen K.o.-Spielen forderte er Ruhe und Disziplin von seinen Spielern. Anders als zuvor stand diesmal Adalberto Carrasquilla in der Startformation und prägte das rhythmische Spiel der Universitarios.
In dieser emotionsgeladenen Atmosphäre – geprägt von einem effektiven Mittelfeldspiel und mehreren Glanzparaden von Navas – schlug Pumas kaltblütig zu: Robert Morales erzielte in der 30. Minute nach einer Flanke am Fünfmeterraum das 1:0. Das legendäre Universitätsstadion bebte vor Begeisterung.
Rotondi, der Matchwinner
Mit dem Druck der letzten fünf titellosen Jahre kehrte Cruz Azul zurück aufs Feld – entschlossen, das Spiel noch zu wenden. Vor allem wollte das Team das Image als ewiger Zweiter loswerden.
Joel Huiqui, der erst spät in der Saison seine Chance als Cheftrainer erhielt, bewies ein glückliches Händchen. Sein Vertrauen in Carlos Rotondi zahlte sich aus. Der argentinische Flügelspieler entwickelte sich zum absoluten Publikumsliebling – in der 54. Minute sorgte seine präzise Flanke für ein unglückliches Eigentor von Duarte. Die Hoffnung der Gästefans war zurück.
Dieser Schock leitete eine dramatische Phase ein. Verletzungsbedingte Auswechslungen bei Pumas und eine rote Karte für Uriel Antuna schwächten das Team. Ohne Offensivkonzepte zogen sich die Gastgeber tief zurück, um das Elfmeterschießen zu erzwingen.
Doch Cruz Azuls Spielqualität war überragend. In der Nachspielzeit gelang Rotondi nach einer meisterhaften Drehung der Siegtreffer. Der Jubel der Cruz-Azul-Anhänger hallte durch ganz Mexiko.
Nach dem Abpfiff bleiben Pumas nur die Anerkennung für ihren Kampfgeist. Cruz Azul feierte dagegen ausgiebig mit ihren Fans. Es waren Momente voller Emotionen, Erleichterung und unbändiger Freude – und der Stolz auf den zehnten Titel in der großen Vereinsgeschichte.