"Kommt zu mir": Premier-League-Legenden Guardiola und Salah verabschieden sich
Guardiola betrat den Platz unter tosendem Applaus, begleitet von einem riesigen Banner mit seinem Porträt und der Aufschrift: "Spielveränderer. Geschichtsschreiber. Stadt für immer." Hinter einem Tor wurden katalanische Flagers gehisst, während am gegenüberliegenden Ende des Stadions die neu benannte und erweiterte Tribüne "Pep Guardiola Stand" eingeweiht wurde.
Zum Spielbericht: Manchester City gegen Aston Villa
Der 55-Jährige, der vor seinem Engagement bei den Citizens bereits Titel mit dem FC Barcelona und Bayern München sammelte, hatte am Freitag bekannt gegeben, den Verein nach zehn Spielzeiten zu verlassen, in denen er 20 Titel gewann und City zur dominierenden Kraft im englischen Fußball machte. Höhepunkt war der erste Champions-League-Titel für City im≥ Jahr 2023.
"Wenn ihr mich in Zukunft irgendwo trefft, sei es in den USA, Europa oder anderswo, und ihr City-Fans seid: Kommt zu mir und umarmt mich. Ich werde es brauchen", sagte Guardiola in seiner Rede an die Fans nach dem Spiel.
City hatte das Titelrennen gegen Arsenal bereits verloren, nachdem die Gunners durch ein 1:1 bei Bournemouth am Dienstag vorzeitig zum Meister gekürt wurden.垣 Das machte den Sonntag zu einem Tag der Emotionen, auch für verdiente Spieler wie Bernardo Silva und John Stones, die sich verabschiedeten.
Ebenso verabschiedet sich Salah
Fast zeitgleich in Liverpool, nur etwa 75 Kilometer entfernt, wurde eine weitere Legende emotional verabschiedet: Mohamed Salah absolvierte sein letztes Spiel für den FC Liverpool, mit dem er unter Trainer Jürgen Klopp eine Ära mit allen wichtigen Titeln geprägt hatte. "Wir haben den Verein dahin zurückgebracht, wo er hingehört", sagte der sichtlich gerührte Ägypter nach dem 1:1 gegen Brentford zum Saisonende, das immerhin Platz fünf und die Champions-League-Qualifikation bedeutete.
Zum Spielbericht: FC Liverpool gegen FC Brentford
Salah erzielte in seinen neun Jahren an der Anfield Road 257 Tore für Liverpool und liegt damit auf Platz drei der ewigen Torschützenliste des Klubs hinter Ian Rush (346) und Roger Hunt (285). "Ich glaube, ich habe heute mehr geweint als in meinem ganzen Leben zuvor", gestand der 33-Jährige gegenüber Sky Sports. Mit ihm verließ auch der Schotte Andy Robertson nach neun Jahren die Reds.
Salahs Abschied war bereits im März angekündigt worden, nachdem er im Dezember Reportern gegenüber erklärt hatte, dass seine Beziehung zu Liverpools neuem Trainer Arne Slot zerrüttet sei. Was für Salah nach der WM in ein paar Wochen kommt, bleibt abzuwarten.