WM-Experte Müller nach Karl-Aus: DFB-Elf nicht von Einzelnen abhängig

WM-Experte Müller nach Karl-Aus: DFB-Elf nicht von Einzelnen abhängig

Mit dem Aus von Karl hätten sich die deutschen Erfolgsaussichten aus seiner Sicht nicht großartig verändert, ergänzte Müller. Er hätte den Teenager gern auf der Weltbühne gesehen, man habe gespürt, dass er dran sei, vielleicht sogar starten dürfe, er sei quirlig und bringe etwas ins Spiel, was gut gebraucht werden könne. Aber es gebe auch sehr viele andere gute Spieler. Gerade in der Offensive sei man so variabel und jeder bringe unterschiedliche Fähigkeiten mit.

Müller setzt auf Spanien

Dass Bundestrainer Julian Nagelsmann für Karl den Leipziger Assan Ouédraogo und nicht den Kölner Said El Mala nachnominierte, findet Müller absolut okay und nachvollziehbar, so wie er es erklärt hat. Er könne aber auch verstehen, dass andere Beobachter gerne diese Shooting-Stars und ein bisschen diese Typen und vielleicht auch diese Podolski-Vibes gehabt und sich El Mala gewünscht hätten, meinte der frühere Bayern-Profi, der die WM vor Ort als Experte für MagentaTV begleiten wird.

Der deutschen Elf traut Müller viel zu, auch wenn es für ihn nicht schon danach schreit, dass das Finale gebucht ist. Eher als an 2014 fühle er sich an 2010 erinnert. Wie damals beginne der Weg dieses Teams gerade erst. Die letzten Wochen, Monate, Jahre waren eher eine Findungsphase, nun biete sich die Gelegenheit zu zeigen, dass der Weg trotzdem schon erfolgreich sein kann. Sein Favorit aber sei Europameister Spanien.