WM-Dämpfer für Senegal: Star-Verteidiger Koulibaly übernimmt die Verantwortung

WM-Dämpfer für Senegal: Star-Verteidiger Koulibaly übernimmt die Verantwortung

Durch die Pleite erhielten die Achtelfinal-Hoffnungen der „Lions of Teranga“ einen schweren Dämpfer. Maßgeblichen Anteil daran hatte Norwegens Starstürmer Erling Haaland, der die senegalesische Defensive mit einem Doppelpack eiskalt erwischte. Auf Seiten Senegals avancierte Ismaila Sarr mit zwei Treffern – darunter ein spätes Tor in der Nachspielzeit – zwar zum Hoffnungsträger, doch die Aufholjagd nach einem 1:3-Rückstand kam für das Team von Trainer Pape Thiaw zu spät.

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Dabei hatte sich Senegal nach einer schwungvollen Anfangsphase der Norweger gut in die Partie zurückgekämpft. Vor allem Torwart Edouard Mendy hielt seine Mannschaft mit starken Paraden gegen Kristoffer Ajer und Martin Ödegaard zunächst im Spiel.

Koulibaly: "Habe viele Fehler gemacht"

Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt jedoch dramatisch: Ein schwerer Patzer von Koulibaly ermöglichte dem eingewechselten Marcus Pedersen die norwegische Führung. Nur drei Minuten später hebelte Ödegaard die senegalesische Abwehr mit einem präzisen Pass aus – Haaland behielt trotz schwindender Balance die Nerven und netzte zum 0:2 ein.

Zwar verkürzte Sarr zwischenzeitlich auf 1:2, doch der norwegische Ausnahmestürmer stellte nach einer maßgeschneiderten Flanke von Patrick Berg den alten Zwei-Tore-Abstand prompt wieder her. Zu allem Überfluss verlor Senegal danach Keeper Mendy verletzungsbedingt. Sarrs zweiter Treffer in der Nachspielzeit kam letztlich zu spät, um noch einen Punkt zu retten.

"Fußball auf absolutem Top-Niveau entscheidet sich durch Nuancen. Meistens gewinnt das Team, das weniger Fehler macht", bilanzierte ein geknickter Koulibaly nach dem Abpfiff. "Heute sind mir einfach zu viele Fehler unterlaufen. Es ist extrem bitter, so ein Spiel zu verlieren. Bei einer Weltmeisterschaft wird jeder Patzer sofort bestraft."

Der Kapitän lobte jedoch die Moral der Mannschaft, die sich bis zur letzten Sekunde gegen die Niederlage stemmte, und zeigte volles Verständnis für seine Auswechslung: "Der Trainer hat absolut das Recht, mich vom Feld zu nehmen. Er hat gesehen, dass ich dem Team heute nicht geholfen habe. Das ist völlig normal und gehört zum Fußball dazu. Jetzt müssen wir den Kopf hochnehmen, an uns glauben und gegen den Irak gewinnen."

Nur noch Sieg gegen Irak zählt

Trotz der prekären Ausgangslage nach zwei Niederlagen – zum Auftakt gab es bereits ein 1:3 gegen Frankreich – denkt im Lager der Senegalesen niemand an Aufgeben. "Natürlich glauben wir noch an das Weiterkommen, sonst könnten wir ja direkt nach Hause fliegen", betonte Koulibaly kämpferisch. "Wir waren Afrikameister, wir dürfen jetzt nicht einknicken. Jetzt müssen wir unseren Stolz zeigen und den Irak schlagen. Wer für die WM nicht motiviert ist, hat hier nichts verloren."

Auch Doppeltorschütze Ismaila Sarr zeigte sich nach dem Spiel sichtlich mitgenommen, blickt aber nach vorne: "Wir haben hart gearbeitet, aber die frühen Gegentore in der zweiten Halbzeit haben uns das Genick gebrochen. Ich bin fast sprachlos, weil wir das nicht hätten zulassen dürfen. Aber wir werden weiter kämpfen, um unser Land stolz zu machen."

Für Senegal wird das letzte Gruppenspiel am 26. Juni im Toronto Stadium gegen den Irak zum alles entscheidenden Endspiel um das Achtelfinale.

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