WM 2026: Österreich feiert glücklichen Auftaktsieg gegen Jordanien – Sorgen um Posch

WM 2026: Österreich feiert glücklichen Auftaktsieg gegen Jordanien – Sorgen um Posch

„Es war das erwartet schwierige Spiel“, sagte Rangnick, „Jordanien hat das richtig gut gemacht und uns das Leben schwer gemacht. Wir sind eigentlich erst Mitte der zweiten Halbzeit in unser Spiel reingekommen. Am Ende haben wir verdient gewonnen, aber das war eine ganz, ganz harte Arbeit.“

In Santa Clara musste sich der Favorit gegen mutige Jordanier zunächst in Geduld üben, ehe Romano Schmid (20.) Österreich mit einem Traumtor beim ersten WM-Auftritt seit 1998 erlöste: Bei seinen Teamkollegen brachen alle Dämme, als Schmid nach seinem sehenswerten Treffer zur Bank stürmte und in einer Jubeltraube verschwand.

Ali Olwan (50.) bescherte Jordanien danach einen historischen Moment und sorgte für den ersten Treffer des Landes bei einer Weltmeisterschaft. Doch Yazan Al-Arab mit einem Eigentor (77.) und Marko Arnautovic per Handelfmeter (90.+12) schenkten dem ÖFB-Team den Sieg.

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Österreich müht sich

Gegen flinke Jordanier, die bei ihrer WM-Premiere einen engagierten Auftritt zeigten, gerieten die Österreicher mehrmals ins Schwimmen. Im nächsten Duell mit Argentinien muss sich das Team von Rangnick dringend steigern, um dem Weltmeister um Superstar Lionel Messi die Stirn bieten zu können.

Mit reichlich Bundesliga-Power und dem ehemaligen Stuttgarter Sasa Kalajdzic statt wie zuletzt Arnautovic in der Sturmspitze startete die ÖFB-Auswahl im San Francisco Bay Area Stadium in das WM-Abenteuer. Der erste Abschluss gehörte dann aber dem Underdog: Ein Konter landete bei Ehsan Haddad, der den Ball jedoch aus kurzer Distanz ans Außennetz jagte (2.).

 

Späte Entscheidung

Rangnick hatte im Vorfeld trotz der Favoritenrolle vor einem „unangenehmen Gegner“ gewarnt – als solcher entpuppte sich das Team von Trainer Jamal Sellami bei seiner WM-Premiere auch. Österreich bestimmte zwar weitestgehend das Geschehen auf dem Platz, konnte aus dem Ballbesitz jedoch kein Kapital schlagen.

Jordanien ließ sich auch durch den Gegentreffer nicht entmutigen, eine Doppelchance durch Ali Olwan und Mousa Al-Tamari vereitelten Torhüter Alexander Schlager und Philipp Lienhart (34.). Rangnick versuchte nach der Pause neue Impulse in der Offensive zu setzen und brachte Arnautovic für Kalajdzic. Doch Jordanien blieb zunächst die aktivere Mannschaft und wurde belohnt: Mit seinem Treffer sorgte Olwan für Ekstase bei den lautstarken Fans auf den Rängen.

Der vermeintliche Underdog ließ in der Folge nicht nach, Arnautovic schlug zu – der Treffer zählte aufgrund eines vorherigen Handspiels von Stefan Posch jedoch nicht. Unglücksrabe Alarab half wenig später nach.

Nach dem Spiel wurde klar, dass Österreich den Sieg teuer bezahlt haben könnte, Verteidiger Stefan Posch ist angeschlagen Posch habe „Kieferschmerzen. Im Moment muss man einfach schauen, der Kiefer hat wohl ein bisschen geknackst. Aber wir wissen erst nach einem Röntgenbefund mehr. Wir müssen hoffen, dass es kein Kieferbruch ist. Wenn es das wäre, dann würde er tatsächlich für den Rest des Turniers ausfallen“, sagte ÖFB-Trainer Ralf Rangnick nach dem 3:1 (1:0) zum Turnierstart. Posch hatte trotz der Probleme gegen Jordanien durchgespielt.