Völlig ungerecht: Stolze Bayern reist nach Barcelona mit Unmut über Schiedsrichterin - Der Triple-Traum bleibt lebendig

Völlig ungerecht: Stolze Bayern reist nach Barcelona mit Unmut über Schiedsrichterin - Der Triple-Traum bleibt lebendig

Die Schiedsrichterin hat die Partie nicht mehr im Griff gehabt, beschwerte sich Rech. Ich habe keine Ahnung, wie viele Karten sie am Schluss wie Bonbons ausgespielt hat. Besonders die roten Karten für Franziska Kett, die Salma Paralluelo an den Haaren gezogen hatte, und für Coach José Barcala, der von der Kroatin Ivana Martincic wegen Beschwerden vom Platz verwiesen wurde, machten die Bayern richtig wütend.

Zum Spielbericht: FC Bayern gegen FC Barcelona

Ich habe nur gerufen, schilderte der Spanier den Vorfall aus der 79. Minute aus seiner Perspektive. Ich kann nachvollziehen, wenn ich dafür eine Gelbe kassiere, aber Rot ist absolut ungerecht. Ebenso der Ausschluss von Kett, fand Barcala. Die Torschützin (69. Minute) habe keine Absicht gehabt, an den Haaren zu ziehen, versicherte der Trainer. Das sollte man genauer betrachten. Es ist leicht, versehentlich in die Haare zu geraten.

Eine neue Vorschrift für Haar-Zwischenfälle?

Vielleicht, meinte Nationalspielerin Klara Bühl bei Disney+, sei für derartige Szenen eine spezielle Regel nötig. Wir dürfen langes Haar tragen, aber manchmal verursacht es einfach Probleme. Rasch kamen Assoziationen zu Kathrin Hendrich auf, die im Viertelfinale der EM der deutschen Nationalelf gegen Frankreich letzten Sommer in einem vergleichbaren Moment ebenfalls die Rote Karte erhalten hatte. Auch Hendrich hatte immer wieder betont, dass sie nichts absichtlich getan habe.

Es gebe nun mal einen Unterschied, unterstrich Rech, ob man einer Spielerin oben am Kopf die Haare reißt oder unten daran kommt, während man am Trikot zieht. Auf jeden Fall müssen die Bayern in Barcelona ohne Kett und Barcala klarkommen. Es sei extrem frustrierend, aus so einem Vorfall zwei Schlüsselspielerinnen des Teams zu verlieren, äußerte Giulia Gwinn.

Trotzdem sind die Bayern hochmotiviert, der Traum vom Triple hält an. Er sei sehr stolz auf sein Team, sagte Barcala, besonders im Hinblick auf die 1:7-Niederlage gegen Barcelona in der Gruppenphase. Man habe jetzt nichts mehr zu verlieren, betonte Gwinn. Es ist nur noch ein Schritt bis ins Finale, und da geben wir alles, was wir haben.