Portugal zu selten gefährlich: DR Kongo feiert historischen Punktgewinn

Portugal zu selten gefährlich: DR Kongo feiert historischen Punktgewinn

Der PSG-Star Joao Neves brachte Portugal in der sechsten Minute per Kopf früh auf die Siegesstraße, doch danach kam nicht viel. Mit dem Pausenpfiff glich Yoane Wissa für die DR Kongo aus, der zusammen mit dem DFB-Stürmer Nick Woltemade bei Newcastle United spielt. In der Gruppe K treffen beide Teams noch auf Kolumbien und Usbekistan.

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"Wir haben gut gespielt, aber die drei Punkte, die wir holen wollten, nicht erreicht. Wir müssen weiter an uns glauben", sagte Torschütze Neves: "Wir hatten mit einem Sieg gerechnet."

Drei Tage nach dem furiosen deutschen Auftakt gegen Curacao drehte sich in der texanischen Astronautenstadt alles um CR7. Mit 41 Jahren und 132 Tagen stand der Kapitän zum Start seiner sechsten WM trotz anhaltender Diskussionen um seine Rolle in der Anfangsformation und wurde damit zum viertältesten Spieler der WM-Geschichte.

Portugiesischer Blitzstart

Ebenso wie das DFB-Team am Sonntag gingen die Portugiesen bereits nach sechs Minuten in Führung. Neves vom Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain köpfte eine Flanke ein und streckte anschließend beide Zeigefinger symbolisch zum Himmel. Auf der Tribüne jubelten Jotas Eltern mit.

Auch sonst war das Houston Stadium nahezu komplett in Rot getaucht, nur einige wenige Fans der DR Kongo konnten trotz Einreiseverbots wegen des Ebola-Ausbruchs bei der erst zweiten WM-Teilnahme nach 1974 mitfiebern. Die Léopards, die sich vor dem Turnier statt in einem Trainingslager 21 Tage in Isolation in Belgien vorbereiten mussten, hatten durch Wissa die erste gute Gelegenheit.

Der amtierende Nations-League-Sieger blieb nach der Führung in der Offensive viel zu harmlos und bekam Ronaldo überhaupt nicht in Szene. Und so kamen die Zentralafrikaner kurz vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich, ebenfalls per Kopf. Wissa und seine Teamkollegen tanzten anschließend ausgelassen vor der Trainerbank.

Auch Pausenwechsel bringen kein weiteres Tor

Portugals Nationalcoach Roberto Martínez, der nach der WM aufhören wird, reagierte bereits zur Pause. Für den schwachen Bernardo Silva, dessen Wechsel zu Real Madrid wenige Stunden zuvor bekannt geworden war, brachte er Francisco Conceicao. Portugal traf wenig später, aber Joao Cancelo stand vor seinem Fallrückzieher deutlich im Abseits.

Auf der Gegenseite scheiterte Cedric Bakambu am Pfosten. Und Ronaldo? In der 68. Minute hatte er seinen ersten Torschuss, fünf Minuten später scheiterte er erneut knapp.