"Vielleicht erst beim Finale": Tuchel will sich das Mitsingen der Hymne erst verdienen
Seit seiner Vorstellung auf der Insel im Oktober 2024 wird Tuchel von der Debatte um "God Save the King" begleitet. Viele englische Anhänger empfinden es als unerhört, dass sich ihr Nationalcoach bei der Hymne zurückhält. Der Deutsche bleibt jedoch bei seiner Entscheidung.
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Tuchel gibt sich noch zurückhaltend
"Zuallererst besitzt ihr eine sehr kraftvolle, emotionale und bedeutsame Nationalhymne, und ich könnte nicht stolzer sein, an der Seitenlinie zu stehen und die englische Nationalmannschaft zu führen", hatte Tuchel im Vorjahr erneut unterstrichen: "Das bedeutet mir alles. Aber ich empfinde, dass diese Hymne so tiefgründig, so gefühlvoll und so mächtig ist, dass ich mir das Privileg, sie mitzusingen, erst erarbeiten muss." Er habe "das Gefühl, dass dies nicht einfach selbstverständlich ist. Man kann sie nicht ohne weiteres anstimmen."
Falls Tuchel, 60 Jahre nach dem bisher einzigen WM-Triumph des Mutterlandes des Fußballs, mit England das Finale am 19. Juni vor den Toren New Yorks erreicht, würde er wohl erstmals sein Schweigen brechen. Bis dahin ist jedoch noch ein weiter Weg. Er sei noch "ein wenig schüchtern", sagte Tuchel: "Ich möchte niemanden verärgern und will, dass dies jetzt nicht im Mittelpunkt steht."
Für alle Eventualitäten ist er jedoch gewappnet. Der Text sei "nicht allzu schwierig", erklärte Tuchel gegenüber Prinz William, der die Mannschaft vor dem Abflug in die USA besucht und wegen der Hymne nachgefragt hatte.