Verdacht auf Spionage: Southampton mit deutschem Coach Eckert vor Playoff-Spielen in Schwierigkeiten
Die EFL fordert von Southampton eine formelle Erklärung. Der Anlass ist eine Klage des Middlesbrough FC bezüglich angeblich verbotener Videoaufnahmen kurz vor dem Aufeinandertreffen am Samstag, so ein Liga-Sprecher in einem Gespräch mit dem Southern Daily Echo.
Der Zwischenfall fand angeblich auf dem privaten Areal von Middlesbrough statt und die betroffene Person wird dem Southampton-Klub zugeordnet. Die EFL untersucht den Vorfall nun als potenziellen Bruch der offiziellen Vorschriften und äußert sich vorerst zurückhaltend zu weiteren Details.
Näheres zum Ereignis
Nach Angaben von BBC Sport wurde am Donnerstagsmorgen, also zwei Tage vor dem Start im Riverside Stadium, ein Leistungscoach von Southampton dabei erwischt, wie er Trainingsmethoden abfotografierte und die Session aufnahm. Er erhielt sofort die Aufforderung, das Material zu entfernen und den Platz zu räumen.
Die Vorgaben der EFL sind klar: Es ist Teams verboten, die Trainings der Konkurrenz in den 72 Stunden vor einem Spiel zu beobachten oder gar zu versuchen. Der Verein aus Southampton konnte bisher keine spontane Reaktion abgeben.
Die Mannschaft aus dem Süden Englands hat unter Leitung des deutschen Trainers Tonda Eckert den vierten Rang in der Gruppenphase der zweiten Division erreicht. Für die Playoffs muss das Team des Ex-Bayern-Jugendtrainers das Halbfinale in Hin- und Rückrunde siegreich gestalten, um ins Wembley-Finale für den letzten Premier-League-Platz in der Saison 2026/27 vorzustoßen.