133 Nachholspiele? Gericht lehnt Klage von NAC Breda bezüglich Spielberechtigung ab

133 Nachholspiele? Gericht lehnt Klage von NAC Breda bezüglich Spielberechtigung ab

Der Streit dreht sich um die Nationalität des 26-jährigen James. Der in den Niederlanden geborene Spieler erhielt im März 2025 die indonesische Staatsbürgerschaft und verlor dadurch automatisch seine niederländische. NAC argumentierte, dass er trotz Pass eine Arbeitserlaubnis brauchte.

Der KNVB warnte vor umfassenden Auswirkungen: Wenigstens elf weitere Akteure in der Eredivisie wären betroffen, was die Gültigkeit von insgesamt 133 Spielen der Saison gefährden könnte. Ein Nachholspiel hätte nach Ansicht des Verbands einen riskanten Präzedenzfall gesetzt.

Am Montag urteilte das Gericht in Utrecht zugunsten des Verbands. Eine erneute Austragung läge nicht im "Interesse des niederländischen Fußballs insgesamt", weil sie den reibungslosen Saisonabschluss stark beeinträchtigen würde. Im Urteil stand: "Die Anliegen von NAC hinsichtlich einer Spielwiederholung überwiegen nicht die Bemühungen des KNVB, ein drohendes Durcheinander am Wettbewerbsende zu vermeiden."

Warnung vor dem "Krisenszenario"

Schon vorher hatte KNVB-Vizepräsidentin Mariane van Leeuwen ESPN.nl vor einem Zusammenbruch des Ligenbetriebs gewarnt. Bei einem Erfolg von Breda wäre eine Flut von Klagen anderer Teams zu erwarten gewesen. Bemerkenswert ist, dass nur Breda die Frist von acht Tagen für einen Einspruch einhielt, sodass alle übrigen möglichen Fehlbewertungen von Spielen offiziell unberührt blieben.

In einer Stellungnahme bestätigte NAC Breda am Montag das Ergebnis des Prozesses: Der Verein unterstrich erneut, dass ein nicht qualifizierter Spieler aufgestellt wurde. Das Urteil werde nun mit Anwälten geprüft, ehe über nächste Maßnahmen entschieden wird.