Unwetter verursacht Durcheinander, Tuchel bleibt entspannt: "Nur ein kleiner Vorgeschmack"
Blitzeinschläge in der Nähe des Stadions machten einen pünktlichen Spielbeginn um 16.00 Uhr Ortszeit unmöglich. "Wir waren uns der Situation schon vorher bewusst – jetzt erleben wir sie", sagte Thomas Tuchel bei ITV.
"Das ist kein Problem", stellte der Cheftrainer von England fest: "Es darf kein Grund dafür sein, die gute Stimmung oder die Geduld zu verlieren – oder den Hunger darauf, das Spiel zu bestreiten. Wir haben es schon im Hotel bemerkt, daher war es unkompliziert. Wir haben einfach gesagt: 'Eine halbe Stunde später im Bus, und dann geht's los.'"
Längst kein Einzelfall
Die bereits im Stadion wartenden Fans wurden angewiesen, die Tribünen zu verlassen und sich in die gesicherten Bereiche im Stadionumlauf zu begeben, um sich vor Blitzeinschlägen zu schützen. Gewitter sind in den USA keine Seltenheit, schon bei der Klub-WM vor einem Jahr war es zu mehreren Verzögerungen gekommen.
Auch in der Vorbereitung auf die WM hatte das Wetter teilweise für Durcheinander gesorgt. Erst eine Woche zuvor war der Test zwischen Saudi-Arabien und Puerto Rico in Austin/Texas wegen Blitzeinschlägen nach 21 Minuten für fast zwei Stunden unterbrochen worden.
Nach der Verzögerung feierte England einen souveränen Sieg. Declan Rice (9.), Anthony Gordon (68./Handelfmeter) und Ollie Watkins (87.) trafen. Kapitän Harry Kane von Bayern München stand wie gewohnt in der Startelf, blieb diesmal jedoch ohne Treffer und wurde in der 63. Minute ausgewechselt.