Der FC Bayern hofft darauf, dass Alphonso Davies bei der WM nur von außen zusieht

Der FC Bayern hofft darauf, dass Alphonso Davies bei der WM nur von außen zusieht

In München schaut man gespannt nach Toronto. Der gesundheitliche Zustand von Alphonso Davies vor dem Beginn der Weltmeisterschaft für Kanada am Freitag (21 Uhr, ARD und MagentaTV) gegen Bosnien und Herzegowina bereitet den Bayern große Sorgen.

Ob der verletzte Kapitän und Hoffnungsträger der Kanadier seine Oberschenkelmuskelverletzung rechtzeitig auskuriert hat oder seinen Traum von der Weltmeisterschaft aufgeben muss, ist derzeit die zentrale Frage beim Co-Gastgeberland.

Laut dem Fachmagazin "kicker" hofft man in München, dass Davies "im Fall eines Ausscheidens in der Vorrunde gar nicht bei der WM zum Einsatz kommt und falls doch, dann erst in der K.o.-Runde". Die Befürchtung des Arbeitgebers ist, dass Davies zu früh zurückkehrt und sich erneut verletzt.

Match-Center: Kanada vs. Bosnien-Herzegowina

Marsch baut auf Davies

Eine Entscheidung steht noch aus. Davies erklärte zuletzt, er müsse die Fortschritte abwarten: "Ich setze meine Rehabilitation fort, beobachte meine Verbesserungen und schaue, wie ich mich von Tag zu Tag fühle, Schritt für Schritt."

Ein Einsatz gegen Bosnien-Herzegowina ist wohl ausgeschlossen. "Mir ist bekannt, dass er einige Verletzungen durchgemacht hat und es nicht vorgesehen ist, dass er zum Auftakt zurückkehrt", äußerte Kanadas Trainer Jesse Marsch. Aber in den folgenden Partien gegen Katar (18. Juni) und die Schweiz (24. Juni)? "Ich möchte keinen Druck auf ihn ausüben, aber ich vertraue auf Alphonso", sagte Marsch.

Davies sei ein "herausragender Sportler und Kämpfer", ergänzte der ehemalige Leipziger Trainer. Der 25-Jährige sei "der Spieler, zu dem alle aufblicken und auf den alle vertrauen, wenn es um unsere Leistungsfähigkeit auf dem Platz geht."

Allein diese Worte verdeutlichen, wie sehr nicht nur Marsch auf eine schnelle Rückkehr des Bayern-Stars hofft, um Kanadas Hoffnung auf die K.o.-Runde zu erfüllen. Bei den beiden bisherigen WM-Teilnahmen 1986 und 2022 gelang den "Reds" kein einziger Punktgewinn. Das soll sich jetzt ändern.