"Unerschwingliche Ticketpreise": Untersuchungen zur WM
Davenport hat sich vorgenommen, das Verhalten der FIFA genau zu untersuchen, weil der Weltverband den Kartenverkauf für die Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) in ein Chaos aus Verwirrung, künstlicher Verknappung und völlig überhöhten Preisen verwandelt habe. Die Ermittlungen sollen Hinweisen nachgehen, wonach Anhänger bezüglich der Sitzplatzkategorien getäuscht und durch eine aggressive, nachfrageabhängige Preispolitik benachteiligt wurden, bei der die Ticketpreise mit steigender Nachfrage anziehen.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht das Endspiel im MetLife-Stadion in New Jersey, nahe New York. Insgesamt werden in diesem NFL-Stadion der New York Giants und Jets neun Partien der WM ausgetragen. Neben den Eintrittskosten belaufen sich die Ausgaben für die öffentliche Anreise aus New York auf über 100 Dollar, und Parkplätze schlagen mit 225 Dollar zu Buche.
"Die New Yorker haben jahrelang darauf gehofft, dass die WM in ihre Region kommt. Sie haben ein Anrecht auf faire und bezahlbare Tickets", sagte James, die Generalstaatsanwältin des Bundesstaats. "Niemand darf durch Manipulation gezwungen werden, exorbitante Preise für Plätze zu bezahlen, und Fans müssen darauf vertrauen können, dass sie genau die Karten bekommen, die sie erworben haben."
Erst Anfang des Monats hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Ticketpreise für die WM in den USA, Mexiko und Kanada gerechtfertigt. "Wir müssen den Markt im Auge behalten. Wir agieren in dem Markt, der weltweit die höchste Entwicklung in der Unterhaltungsbranche aufweist. Deshalb müssen wir marktgerechte Preise verlangen", erklärte er.