Transfer-Knaller: Deutschland-Schreck Cucurella heuert bei Real Madrid an

Transfer-Knaller: Deutschland-Schreck Cucurella heuert bei Real Madrid an

Die fixe Ablösesumme für den 27 Jahre alten Linksverteidiger liegt bei rund 54 Millionen Euro, zusätzlich sind sechs Millionen Euro an erfolgsabhängige Bonuszahlungen geknüpft. Eine verbale Einigung zwischen den Vereinen steht, ebenso wurden die persönlichen Konditionen mit dem Spieler bereits abgestimmt. Der Transfer soll offiziell nach dem Abschluss der Weltmeisterschaft vollzogen werden, bei der Cucurella derzeit mit der spanischen Nationalmannschaft aktiv ist.

Die treibende Kraft hinter diesem Deal ist Real-Trainer José Mourinho. Der Portugiese hat damit erfolgreich nach Spielern seines ehemaligen Londoner Klubs gesucht. Cucurella war auf dem Markt sehr begehrt: Neben Madrids Stadtrivale Atlético Madrid bekundeten auch Manchester City und sogar Cucurellas Jugendverein, der FC Barcelona, großes Interesse. Die Bemühungen von "The Special One" gaben letztlich den Ausschlag. Für Cucurella stellt die Rivalität zwischen Barça und Real kein Problem dar – er ist voller Vorfreude auf die Herausforderung in der spanischen Hauptstadt.

Erster Dämpfer für Alonso bei Chelsea

Für den neuen Chelsea-Coach Xabi Alonso ist der Abgang ein bitterer Beginn seiner Amtszeit. Laut Berichten wollte Alonso den Spanier unbedingt an der Stamford Bridge behalten. Nach einer enttäuschenden Saison im Tabellenmittelfeld schien Cucurella durch die Ankunft seines Landsmanns Alonso zunächst umgestimmt worden zu sein – das verlockende Angebot aus Madrid änderte die Lage jedoch schlagartig.

Damit endet Cucurellas vierjährige Ära in West-London, wohin er 2022 für umgerechnet rund 71 Millionen Euro (fast 60 Millionen Pfund) von Brighton & Hove Albion gewechselt war. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten entwickelte er sich bei den "Blues" zu einem Schlüsselspieler und feierte mit dem Team den Gewinn der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft sowie der UEFA Europa Conference League.

Der Verkauf hinterlässt eine sportliche und menschliche Lücke im Team der Blues. Mit dem Abgang des 27-Jährigen verliert Chelsea einen seiner wenigen erfahrenen Profis in einem extrem jungen Kader. Da auch die Zukunft von Enzo Fernández unsicher ist und Stars wie Cole Palmer (24) nicht als laute Führungsspieler gelten, lastet die Verantwortung nun fast allein auf Kapitän Reece James – der mit gerade einmal 26 Jahren bereits der drittälteste Feldspieler im Kader ist.

Ob Chelsea die Millionen-Einnahmen direkt in einen neuen Linksverteidiger investiert, bleibt abzuwarten. Mit dem argentinischen Talent Valentín Barco (ausgeliehen vom RC Strasbourg) stünde zwar ein nomineller Linksverteidiger bereit, dieser wurde in Frankreich zuletzt jedoch primär im Mittelfeld eingesetzt.