Tränengas auf der WM-Fanmeile: Demonstrationen in Mexiko-Stadt
Die Fanmeile müsse "geschlossen werden", so der Gewerkschaftsvertreter Filiberto Frausto im Gespräch mit AFP: "Ein Anliegen wie unseres muss Vorrang haben. Es ist wichtiger als ein bisschen Zerstreuung und Vergnügen." Am 11. Juni beginnt die WM in den USA, Kanada und Mexiko mit dem Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt zwischen dem Co-Gastgeber und Südafrika.
Auf dem zentralen Platz namens Zócalo mit einer Großleinwand sollen Fans die WM-Spiele verfolgen. Trotz der Überwachung durch Hunderte Polizisten durchbrachen die Lehrer am Montag die Metallabsperrungen und betraten den Platz.
Sheinbaum sucht Dialog
Ein Teil der Lehrergewerkschaft CNTE hatte den Protest organisiert und bereits gedroht, während der WM "Millionen" von Lehrern zu mobilisieren und in die Hauptstadt zu bringen, falls die Regierung ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen und neuen Verhandlungen über das Rentensystem nicht umsetzt.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte am Montagmorgen erklärt, dass ihre Regierung den Dialog mit den Lehrern fortsetze. "Es gibt bestimmte Forderungen, deren vollständige Erfüllung der Haushalt nicht erlaubt, aber andere können erfüllt werden", sagte sie.