Steve Clarke Porträt: Defensivspezialist und Schottlands bekanntester Petrijünger
Steve Clarke (Schottland)
GEBURTSDATUM: 29. August 1963
NATIONALITÄT: Schottland
IM AMT SEIT: Mai 2019
TAKTISCHES PROFIL: Hochdisziplinierte Abwehrarbeit
GRÖSSTE ERFOLGE ALS TRAINER: Teilnahme an der EM 2020 und 2024, WM 2026 (Schottland)
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Defensivspezialist und Schottlands bekanntester Petrijünger
Dass Steve Clarke als Co Trainer unter José Mourinho wertvolle Erfahrungen sammelte, erkennt man auch in der schottischen Nationalmannschaft. Unter seiner Führung wurde das Team zu einer der defensivstärksten Mannschaften Europas. Selbst bei Heimspielen konzentrieren sich die Schotten lieber auf sicheres Verteidigen und Konter als auf eigenständige Spielgestaltung.
Aber der Erfolg gibt Clarke recht: Erstmals seit 1998 nimmt sein Heimatland wieder an einer Weltmeisterschaft teil, zuvor gelang Schottland bereits die Qualifikation für die letzten beiden Europameisterschaften.
Clarkes Persönlichkeit ist vor allem bei Journalisten gefürchtet. Er ist dafür bekannt, auf Pressekonferenzen nur einsilbig zu antworten und bei Nachfragen manchmal mürrisch zu reagieren. Doch hinter der harten Fassade steckt ein weicher Kern: Er legt großen Wert auf harte Arbeit und Einfühlungsvermögen.
Vor großen Turnieren pflegt er ein Ritual: Er führt die „härtesten Telefonate“ seines Lebens. Spielern, die den Sprung in den Turnierkader nicht geschafft haben, erklärt er das sehr ausführlich.
Wutausbrüche sind bei Clarke selten. Im Gegenteil: Er zeichnet sich durch eine fast stoische Gelassenheit aus. Eigenen Angaben zufolge half ihm seine größte Leidenschaft neben dem Fußball dabei, enorme Geduld zu entwickeln: das Fliegenfischen.
Wenn Clarke nicht gerade seinen Kader plant, nimmt er sich Zeit zum Angeln. Am liebsten hält er sich am Fluss Spey auf, der weltbekannt für seine Lachse ist – dort gibt es auch keine lästigen Reporter oder unzufriedene Fans. In Interviews betont er regelmäßig, dass ihm das Fischen auch bei der Trainerarbeit hilft. Denn hier wie dort muss man auf den richtigen Moment warten und darf nicht unruhig werden.
Clarke ist auch für seinen bissigen Humor bekannt. Vor der EM 2024 sorgte seine Aussage auf einer Pressekonferenz in Schottland für große Sympathie: „Ich habe die letzten Tage damit verbracht, an einem Fluss zu stehen und zu versuchen, ein paar Fische zu fangen. Die Fische haben nicht angebissen, aber es war trotzdem besser, als euch Journalisten zuzuhören.“
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