Spätpfiff-Elfmeter sorgt für Kölner Freude: St. Pauli verfehlt den Tabellenanstieg
Der FC bleibt somit fünf Punkte vor St. Pauli. Die Hamburger sehnen sich seit Ende Februar nach einem Erfolg und kleben weiterhin am Relegationsplatz. Gewinnt der VfL Wolfsburg am Samstag und verdirbt so das Debüt von Marie-Louise Eta als Trainerin bei Union Berlin, käme der direkte Abstiegsplatz 17 nur noch zwei Punkte entfernt.
Zum Match-Center: FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Verteidiger Karol Mets (69.) gab den Hausherren zu Recht die Führung. Der eingewechselte Luca Waldschmidt verwandelte jedoch nach Videoüberprüfung einen Fouelfmeter (86.) und sicherte dem FC einen Zähler. Der Interimstrainer René Wagner blieb auch in seinem dritten Match sieglos.
Erste Halbzeit mit viel Mühe
Das Freitagsabendduell begann mit einer Fünfminutendelay. Die Anhänger des FC füllten anscheinend die DFB-Kassen erneut, indem sie das atmosphärische Millerntor-Stadion mit Raketen und Pyro-Material einnebelten. Sobald der Rauch zum beleuchteten Riesenrad des Hamburger Frühlingsdoms abzog, startete ein hart umkämpftes Spiel.
Anfangs prägten den Abstiegskampf, der klar im Fokus stand, typische Kämpfe. Der junge FC-Talent Said El Mala versuchte vergeblich mit einem Rechtsschuss (7.), während Andreas Hountondji per Kopf aus Nahdistanz scheiterte (10.); spielerisch wollte es zunächst nicht gelingen. In der 33. Minute bot Hountondji die klare Gelegenheit der ersten Halbzeit, doch Torwart Marvin Schwäbe stoppte mit einem starken Fußsave den Rückstand für die unter Wagner noch unbesiegten Kölner.
Mets als unglücklicher Held
Eine Woche nach dem entscheidenden 3:1 gegen Bremen fand der FC nach der Pause seine Angriffsstärke wieder, El Mala knallte einen starken Schuss gegen die Latte (54.). Am anderen Ende hielt FC-Stürmer Marius Bülter den Kopfball von Verteidiger Tomoya Ando von der Linie (57.). Das Duell wurde unterhaltsam, und nach einer Ecke katapultierte Mets das Millerntor in Begeisterung.
St. Pauli wehrte sich hitzig, dann foulte Torschütze Mets den Kölner Jakub Kaminski an der Grundlinie am Bein. Basierend auf den Videobildern pfiff Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck Elfmeter, Waldschmidt blieb gelassen.