"Sollte Kritik ertragen können": Völler äußert Verständnis für Hoeneß-Anmerkungen
Völler äußerte sich zum Ehrenpräsidenten des FC Bayern und betonte, dass dieser durch seine umfangreiche Laufbahn das Recht habe, kritische Meinungen zu äußern. Er tue das selbst bei den Bayern, wo er, wie Völler es beobachtet habe, nicht jedermann unkritisch lobe. Im Kern sei das unbedenklich, denn er sei sich sicher, dass Uli Julian respektiere und ihn damals in München unbedingt behalten und später wieder zurückholen wollte
.
Dennoch hält der Weltmeister von 1990 die spezifischen Anklagen für haltlos. Falsche Tatsachen muss man korrigieren. Etwa die Angelegenheit mit den Einsetzungen vor einer WM. Das verhält sich ganz anders
, sagte Völler und hob hervor: Bei jedem Spiel seit dem Beginn der WM-Vorbereitung waren mindestens fünf, in der Regel sogar mehr, wahrscheinliche Stammkräfte verletzt.
Rettig tadelt Hoeneß
In einem DAZN-Gespräch hatte Hoeneß Nagelsmann unter anderem die wiederholten Wechsel in der Besetzung angelastet. Falls Deutschland zu einem echten Team werde, obwohl der Verantwortliche es nicht vermocht habe, zweimal nacheinander mit identischer Startformation aufzulaufen, dann gebe es Aussichten auf Erfolg, so Hoeneß hinsichtlich der Chancen der deutschen Nationalelf bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli).
DFB-Direktor Andreas Rettig hatte Hoeneßs Bemerkungen gegenüber Nagelsmann in dieser Woche scharf verurteilt und die Vorstöße als bloß unnötig
hingestellt.