Selbst Zlatan zweifelt: Doch Gyökeres und Isak hoffen auf Frankreich-Coup
Zlatan Ibrahimovic schaut sich Käfigkämpfe am Weißen Haus an, liefert sich launige Wortgefechte mit Expertenkollege Thierry Henry - und natürlich klopft er große Sprüche in Serie. Doch wenn es um das französische Milliardenensemble geht, ist sogar der zuweilen ziemlich protzige schwedische Superstar tief beeindruckt. "Ich sehe nicht viele Mannschaften, die sie schlagen können", schwärmt der 44-Jährige in seiner Rolle als Experte des amerikanischen TV-Senders Fox Sports.
Die Équipe Tricolore sei "eine Mannschaft, die man im Auge behalten sollte. Sie gehören zu den Favoriten auf den WM-Titel. Sie spielen auf einem ganz anderen Niveau", führt Ibrahimovic aus. Doch ausgerechnet seine Erben stellen sich am Dienstag (23.00 Uhr MESZ/MagentaTV und in der Flashscore-Audioreportage) dem Topfavoriten in East Rutherford vor den Toren New Yorks entgegen. Dabei trägt vor allem das 210 Millionen Euro teure Sturmduo Alexander Isak und Viktor Gyökeres die vagen Hoffnungen der Schweden.
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Sturmduo selbstbewusst
"Individuell sind sie großartige Spieler, aber zusammen können sie eine echte Bedrohung darstellen", sagt Trainer Graham Potter: "Ich denke, sie sind in ihren Stilen unterschiedlich, was meiner Meinung nach gut für uns ist." Gyökeres spielt eher wuchtig und zielstrebig, Isak ist der elegante Angreifer mit viel Tempo. Gerade gegen große Teams wie Frankreich sei es die Aufgabe, "dass wir ihre Eigenschaften und Qualitäten auf die für uns beste Weise nutzen können".
Dementsprechend gibt sich das schwedische Traumduo vom FC Arsenal und FC Liverpool trotz der klar verteilten Rollen keineswegs geschlagen. "Auch wenn wir der Außenseiter sind, glauben wir an uns", sagt Gyökeres: "Wir können uns auch gegen die besten Mannschaften gut behaupten." Jeder müsse einfach sein "Bestes geben, unsere defensive Organisation muss nahezu perfekt sein, und dann müssen wir natürlich die Chancen nutzen, die sich uns bieten".
Dafür sind vor allem er selbst und Isak zuständig, die beide beim Kantersieg gegen Tunesien (5:1) ihr jeweils erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft erzielt hatten und damit schon an Idol Ibrahimovic vorbeizogen. Der Mittelstürmer mit Wurzeln in Bosnien und Serbien agierte bei seinen beiden WM-Teilnahmen 2002 und 2006 eher unglücklich und blieb ohne einen einzigen Treffer. Große Hoffnung auf weitere Erfolgserlebnisse von Isak und Gyökeres scheint er nun auch nicht zu haben.
Gegen Frankreich sei "die einzige Chance für einen Gegner, dass die nachlässig werden und abschalten". Dann kann das neue schwedische Traumduo zuschlagen.
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