Sebastián Beccacece vorgestellt: Reine Leidenschaft, ein Hitzkopf für Ecuador

Sebastián Beccacece vorgestellt: Reine Leidenschaft, ein Hitzkopf für Ecuador

Sebastián Beccacece aus Ecuador

GEBURTSDATUM: 17. Dezember 1980

NATIONALITÄT: Argentinien

IM AMT SEIT: August 2024

TAKTISCHES PROFIL: Extreme Offensive

GRÖSSTE ERFOLGE ALS TRAINER: Gewinn der Recopa Sudamericana 2021 mit Defensa y Justicia

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Leidenschaft pur: Ein Hitzkopf für Ecuador

Bereits in seinen frühen Zwanzigern erkannte Sebastián Beccacece, dass sein Talent für eine große Spielerkarriere nicht ausreichen würde. Aber der Argentinier war längst vom Fußballvirus infiziert, weshalb er von da an all seine Energie darauf konzentrierte, seine Trainerlaufbahn voranzutreiben.

Seine wertvollsten Erfahrungen machte er dann als Co-Trainer von Jorge Sampaoli, der für seine extreme Offensivtaktik berühmt ist. Mit der chilenischen Nationalmannschaft feierte das Paar große Erfolge, darunter den Gewinn der Copa América 2015. In dieser Zeit lehnte Beccacece sogar ein Angebot ab, Co-Trainer von Marcelo Bielsa zu werden, um Sampaoli die Treue zu halten.

Inzwischen hat er sich in Südamerika auch als Cheftrainer einen Namen gemacht. Seine ersten Erfahrungen sammelte er bei Defensa y Justicia, einem relativ kleinen Vorstadtverein aus Buenos Aires. 2019 holte er mit dem Klub die Vizemeisterschaft in Argentinien, was fast wie ein Titelgewinn gefeiert wurde.

In seiner zweiten Amtszeit führte Beccacece den Verein auch zum Gewinn der Recopa, wobei der brasilianische Riese auf dramatische Weise im Elfmeterschießen besiegt wurde. Damit war er endgültig aus dem Schatten von Sampaoli getreten.

An der Seitenlinie zeigt Sebastián Beccacece große Energie. Er ist für seine leidenschaftlichen Reden und seine ausgeprägte Emotionalität bekannt. Außerdem hat er ein gutes Gespür für junge Spieler.

Ihnen gibt er viele Freiheiten, sich zu entwickeln. Für die talentierte ecuadorianische Mannschaft mit Spielern wie Piero Hincapie, Willian Pacho und Moises Caicedo scheint dies genau der passende Stil zu sein.

Beccacece hatte bereits 2023 die Gelegenheit, die ecuadorianische Nationalmannschaft zu übernehmen. Doch in den Verhandlungen stellte er zunächst zu hohe Forderungen. Er äußerte den ausdrücklichen Wunsch, auch die vollständige Kontrolle über die Spielweise der Jugendnationalmannschaften zu übernehmen.

Daher kam es erst im Sommer 2024 zur Zusammenarbeit. Zwar hatte sein Vorgänger Félix Sánchez Bas einen soliden Job erledigt, doch nach dessen Wechsel zum FC Elche verspürte man in Ecuador großes Verlangen, sein Defensivkonzept durch eine attraktivere Spielweise zu ersetzen. Beccaceces Zeit war gekommen.

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